Frühzeitige Maßnahmen zahlen sich aus

Der Gasnetzbeteiber ONTRAS setzte auf frühe Schutzmaßnahmen und eine Betriebsvereinbarung Pandemie. Mit Erfolg, wie der Beitrag zeigt.
Homeoffice ONTRAS

Foto: b-fruchten / photocase.de

Bereits seit Ende Januar 2020 wurden beim Gasfernleitungsnetzbetreiber ONTRAS die Entwicklungen in Sachen COVID-19 durch das technische Sicherheitsmanagement des Unternehmens beobachtet und frühzeitig erste Schutzmaßnahmen empfohlen und umgesetzt. Mit Ausrufen des Pandemiefalls galten dann sofort unternehmensweit die Regelungen der Betriebsvereinbarung Pandemie, die ONTRAS anlässlich COVID-19 aktualisiert und erweitert hat.

Sie betreffen die Arbeitszeiten, die soziale Absicherung der Beschäftigten, das Arbeiten im Homeoffice, Schichtarbeit, Gleitzeit, Umgang mit Meetings und Dienstreisen sowie eine erleichterte Kinderbetreuung während des Ausfalls von Schule und Kindergärten. Auch wurden die Handlungsspielräume erweitert, um bei einer Verschärfung der Situation weiterhin sicher Gas transportieren zu können. Mehrmals wöchentlich trifft sich eine Task Force, um die aktuelle Lage zu bewerten und Maßnahmen wo nötig anzupassen. Die Belegschaft wird tagesaktuell über E-Mail sowie das Social Intranet „ONTRAS.Connect“ informiert.

Der Wechsel in den virtuellen Alltag hat nahezu reibungslos geklappt

Susann Surma, Leiterin ONTRAS-Unternehmenskommunikation

Die Unternehmensbereiche des Fernleitungsnetzbetreibers sind unterschiedlich betroffen, rund 70 Prozent der Belegschaft arbeiten mittlerweile von zu Hause aus. Damit das reibungslos klappt, wurden schnellstmöglich die technischen Voraussetzungen für das digital-vernetzte Arbeiten geschaffen. So wurde die ohnehin geplante Einführung von Microsoft Teams um mehrere Monate vorgezogen und die Zugänge auf Desktops und Anwendungen über VPN bzw. die Softwarelösung Citrix erweitert.

„Über ‚Teams‘ treffen wir uns virtuell, chatten oder nutzen die Videotelefonie“, so Susann Surma, Leiterin der ONTRAS-Unternehmenskommunikation. „Dank unserem Social Intranet haben wir bereits Erfahrungen mit virtueller Interaktion. Wir sind es gewohnt, zusammen in Arbeitsräumen und Communities zu arbeiten, Dokumente gemeinsam zu bearbeiten und uns auszutauschen. Deshalb klappte der Switch in den virtuellen Alltag nahezu reibungslos.“

Die Betriebsvereinbarung Pandemie erleichtert den Homeoffice-Alltag

Homeoffice bringt Veränderungen, vor allem, wenn Kinder zu betreuen sind und man sich den häuslichen Arbeitsplatz mit anderen teilen muss. Die Mitarbeiter*innen müssen sich selbst organisieren und motivieren – ohne die gewohnte Arbeitsumgebung und ohne die Kolleginnen und Kollegen. Dabei erleichtern die Regelungen der Betriebsvereinbarung Pandemie den Homeoffice-Alltag. So besteht u. a. die Möglichkeit, erweiterte Gleitzeitregelungen zu nutzen, Überstunden abzubauen und, falls nichts anderes geht, auch Sonderregelungen für die Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen. „Der Gefahr, sich im Homeoffice sozial zu isolieren, versuchen wir durch ‚Teamfeeling‘ entgegenzuwirken“, sagt Ralf Borschinsky, Pressesprecher von ONTRAS. „Wir chatten mehrmals täglich und lassen bei Konferenzen wo immer es geht die Kamera an.“

Wir wissen nun, dass wir sehr flexibel auf Veränderungen reagieren können.

Ralf Borschinsky, ONTRAS-Pressesprecher

Bei Krankheit einer mit ONTRAS in Verbindung stehenden Person oder der Rückkehr aus Covid-19- Risikogebieten greifen die Quarantäneregeln. Mitarbeiterinnen im Außendienst haben so wenig wie möglich Kontakt zu anderen Bereichen. Im Dispatching, wo normalerweise in drei 8-Stunden-Schichten gearbeitet wird, sind es jetzt zwei 12-Stunden-Schichten und es gibt strengere Regeln für Kontakte zu Dritten. Die Pandemieregelungen, die noch zu unbelasteten Zeiten entworfen wurden, müssen sich nun in der harten Praxis bewähren.

ONTRAS-„Wesentlich ist: Sie greifen“, resümiert Susann Surma. „Bis auf eine nach Rückkehr aus dem Urlaub erkrankte, sofort in Quarantäne geschickte Person, die inzwischen wieder genesen ist, haben wir bisher keinen weiteren Corona-Fall.“ Und Ralf Borschinsky ergänzt: „Solche Entwicklungen sensibilisieren uns, uns selbst wie auch unsere Systeme und Maßnahmen noch besser auf Unvorhergesehenes auszurichten. Wir wissen nun, dass wir als Unternehmen und unsere Mitarbeiterinnen sehr flexibel auf Veränderungen reagieren und wir uns neuen Gegebenheiten schnell anpassen können.“

Sowohl Susann Surma als auch Ralf Borschinsky sind zuversichtlich, dass ONTRAS dank der umfassenden Vorsorgemaßnahmen, den familienfreundlichen Regelungen und einem gut funktionierenden digitalen Miteinander die Herausforderungen der Corona-Pandemie gut meistern wird. „Danach werden wir sicherlich bewusster miteinander umgehen und die vielen kleinen Begegnungen und Gespräche bei Kaffee, Tee oder in der Kantine noch mehr wertschätzen“, meint Surma. „Vielleicht werden wir weniger Dienstreisen machen und physische Besprechungen abhalten, sofern sich das auch in einer TelKo oder WebKo erledigen lässt“ sagt Borschinsky. „Gut für die persönliche Work-Life-Balance wird dann wieder die klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben sein, mit einem wieder halbwegs normalen sozialen Miteinander und Besuchen, Feiern und Urlaubsreisen.“

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