Die Energie- und Wasserwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Digitalisierung, Cybersicherheit, neue regulatorische Anforderungen und der zunehmende Einsatz datenbasierter Technologien verändern nicht nur technische Prozesse, sondern auch die Anforderungen an Fachkräfte, Verantwortliche und Führungskräfte in Versorgungsunternehmen. Vor diesem Hintergrund entwickelt die DVGW Berufliche Bildung ihr nicht-technisches Weiterbildungsangebot konsequent weiter und richtet es noch stärker auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Branche aus.
Dieser Beitrag stammt ursprünglich aus der Fachzeitschrift DVGW energie | wasser-praxis.
Autor: Thomas Bender (DVGW Berufliche Bildung)
Ob Cybersicherheit, Krisenvorsorge, Haftungsfragen oder neue regulatorische Vorgaben: Verantwortliche in der Energie- und Wasserwirtschaft stehen vor Aufgaben, die weit über das klassische Tagesgeschäft hinausgehen. Die DVGW Berufliche Bildung richtet ihr Portfolio deshalb auf Themen aus, die einen sicheren, resilienten und zukunftsfähigen Betrieb von Versorgungsunternehmen unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei Qualifizierungen aus den Bereichen
Mit dieser Fokussierung stärkt die DVGW Berufliche Bildung ihr Profil als branchenspezifischer Weiterbildungspartner und bietet Verantwortlichen wichtige Kompetenzen, die sie für aktuelle und künftige Herausforderungen benötigen.
Die zunehmende Vernetzung von Anlagen und Prozessen sowie neue gesetzliche Anforderungen machen deutlich: Informations- und Cybersicherheit sind längst nicht mehr ausschließlich Themen für IT-Abteilungen. Auch Verantwortliche in Betrieb, Technik, Organisation und Management müssen Risiken erkennen, Sicherheitsanforderungen verstehen und geeignete Maßnahmen umsetzen können.
Deshalb baut die DVGW Berufliche Bildung ihr Angebot im Bereich Cyber- und Informationssicherheit gezielt aus. Die neuen Qualifizierungen vermitteln praxisnahes Wissen für den sicheren Betrieb kritischer Infrastrukturen und unterstützen Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen wirksam in die Praxis zu überführen.
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Werkzeug für Versorgungsunternehmen. Die DVGW Berufliche Bildung greift diesen Trend auf und baut ihr Weiterbildungsangebot zu KI-Anwendungen schrittweise aus.
Den Anfang bilden branchenspezifische Formate, die sich auf den praktischen Nutzen im Unternehmensalltag konzentrieren. Perspektivisch sollen weitere Themen hinzukommen, die Verantwortliche dabei unterstützen, die Potenziale von KI sicher und zielgerichtet zu nutzen.
Dabei geht es nicht um allgemeine KI-Trends, sondern um konkrete Fragestellungen der Energie- und Wasserwirtschaft. Künftige Angebote werden sich u. a. mit Datenqualität, digitalen Arbeitsprozessen sowie möglichen Einsatzfeldern von KI in Netzbetrieb, Fehlerdiagnose und Instandhaltung befassen.
Neben den Zukunftsthemen bleiben auch bewährte Inhalte fester Bestandteil des Portfolios. Fragen der Haftung sowie Themen des Notfall- und Krisenmanagements gehören weiterhin zu den Kernkompetenzen, die für einen sicheren und regelkonformen Betrieb unerlässlich sind.
Gerade vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und einer steigenden Verantwortung der Betreiber kritischer Infrastrukturen gewinnen diese Themen weiter an Bedeutung. Die DVGW Berufliche Bildung bietet hierzu praxisnahe Qualifizierungen, die sich unmittelbar an den Anforderungen der Branche orientieren.
Die stärkere Fokussierung des Portfolios bedeutet nicht, dass bewährte Themen grundsätzlich entfallen. Inhalte aus Bereichen wie Führung, Kommunikation oder Projektmanagement können auch künftig als Inhouse-Qualifizierungen durchgeführt werden.
Unternehmen erhalten damit weiterhin die Möglichkeit, diese Themen passgenau für ihre Mitarbeitenden und Verantwortlichen zu nutzen, während das offene Seminarangebot gezielt auf die branchenspezifischen Zukunfts- und Kernthemen ausgerichtet wird.
Mit der Neuausrichtung schärft die DVGW Berufliche Bildung ihr Weiterbildungsangebot für Ingenieurinnen und Ingenieure, Meisterinnen und Meister, Projekt- und Betriebsverantwortliche sowie weitere Fachkräfte in der Energie- und Wasserwirtschaft.
Das Ergebnis ist ein modernisiertes Bildungsportfolio, das bewährte Kompetenzen mit Zukunftsthemen verbindet und den hohen Praxisbezug bietet, den die Branche von der DVGW Beruflichen Bildung erwartet. So entstehen Qualifizierungsangebote, die Verantwortliche nicht nur auf aktuelle Herausforderungen vorbereiten, sondern sie auch fit für die Anforderungen von morgen machen.
Eine Übersicht über die Angebote der DVGW Beruflichen Bildung zu nicht-technischen Themen gibt es über den untenstehenden Button.
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