Elektronik, Programmieren und Handwerk klingen für dich nach einer spannenden Mischung? Dann ist die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik vielleicht das Richtige für dich. Hier kommen Theorie und Praxis, technische Abläufe und handwerkliches Geschick, Teamplayer und Tüftler zusammen. Alles Wichtige rund um die Inhalte und Dauer der Ausbildung, zur Berufsschule und den Prüfungen erfährst du hier.
Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik ist dual aufgebaut. Das bedeutet: Du bist in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. In dreieinhalb Jahren lernst du so alles zu Installation, Montage und Reparatur von elektrischen Anlagen und Bauteilen – in der Theorie und in der Praxis. Du bist mit dem Ausbildungsberuf dicht dran an den wichtigen Zukunftsthemen Strom, Automatisierung und Digitalisierung.
Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik kombiniert Theorie und Praxis und bereitet dich auf die vielfältigen Aufgaben vor. Wie bei den meisten handwerklichen Berufen ist die Ausbildung sehr abwechslungsreich und praxisorientiert.
Die duale Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und ist in drei Phasen strukturiert.
Im ersten Ausbildungsjahr werden dir im Betrieb die wichtigen Grundlagen vermittelt.
Für die Ausbildung in der Berufsschule stehen unter anderem diese Lernfelder auf dem Lehrplan für angehende Elektroniker für Betriebstechnik:
Mit etwa 20 Auszubildenden und teilweise zwei Lehrern konnten wir sehr gut lernen. Zum Beispiel beim Programmieren war manchmal mehr Unterstützung nötig als in anderen Fächern und zwei Lehrer konnten diesen individuellen Part sehr gut abdecken.
Katharina Dahms
Elektrofachkraft bei MVV Netze
Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr kannst du dein Wissen vertiefen und schon an Schaltplänen und Steuerungssystemen arbeiten.
Dein Ausbildungsbetrieb bezieht dich immer mehr in seine Arbeitsabläufe ein, wie zum Beispiel
In der Berufsschule baust du dein theoretisches Wissen ab Lehrjahr 2 weiter aus. Dafür beschäftigst du dich auch mit diesen Lernfeldern:
Das zweite Ausbildungsjahr beinhaltet auch den ersten Teil deiner Abschlussprüfung. Hier musst du dein Wissen bereits nachweisen, indem du zum Beispiel Schaltpläne auswertest, Anlagenteile verdrahtest oder Fehler findest und beseitigst.
Im vierten Ausbildungsjahr bereitest du dich auf den zweiten Teil deiner Abschlussprüfung vor. Diese ist praxisbezogen und besteht aus einem praktischen Arbeitsauftrag und einem mündlichen Prüfungsteil. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bist du bestens für den Berufseinstieg als Elektroniker für Betriebstechnik vorbereitet.
Ja, deine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik kannst du verkürzen. Das bedeutet, dass du vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen wirst. Dafür musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Das können zum Beispiel sehr gute Leistungen in der Berufsschule und im Betrieb oder auch die Anerkennung einer vorherigen Ausbildung sein. Am besten sprichst du dazu mit deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder.
Die Verkürzung um maximal bis zu 12 Monate kannst du auch während deiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beantragen. Informiere dich aber unbedingt zu den Fristen, diese findest du bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Entscheidung über die Verkürzung trifft die IHK in Absprache mit deinem Ausbildungsbetrieb.
In der dualen Ausbildung hast du zwei Lernorte: In der Berufsschule lernst du die Theorie. Der Unterricht findet entweder an bestimmten Tagen der Woche oder in Blockform statt. Der Großteil deiner Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb statt, damit du praktische Erfahrungen sammeln kannst und den Berufsalltag kennenlernst.
Rund ein Drittel der Ausbildung findet im Ausbildungszentrum statt. Auf dem Kursplan stehen z. B. Messkurse, um die Messgeräte kennenzulernen, die in der Elektrotechnik verwendet werden oder der Motorenkurs.
Rebekka
Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik wird von vielen öffentlichen und privaten Wasser- oder Energieversorgungsunternehmen angeboten. Die Aufgabenfelder können sich je nach Unternehmensgröße und -ausrichtung etwas unterscheiden. So hast du schon in der Ausbildung die Möglichkeit, dich zu spezialisieren, z. B. im Bereich IT-Sicherheit, Programmierung oder digitale Netzwerke.
Elektroniker für Betriebstechnik gehörte 2024 mit zu den beliebtesten Ausbildungsberufen. Warum? Die Ausbildungs- und Arbeitszeiten sind gut. Die Bezahlung ist überdurchschnittlich. Die Arbeit der Ausbildungsbetriebe wird rundum gut beurteilt. Und der Job ist abwechslungsreich.
Du bist dir noch nicht sicher? Dann mach ein Praktikum. So erhältst du schon vor der Ausbildung einen Einblick in den Beruf und findest heraus, ob dir das Arbeiten im technischen Umfeld Spaß macht. Wenn du handwerklich geschickt bist, Physik eins deiner Lieblingsfächer ist und du gern logisch denkst, dann bringst du die besten Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik mit.