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Elektroniker für Betriebstechnik - Ausbildung und Beruf

Elektronik, Programmieren, Handwerk. Hört sich nach einer guten Mischung an? Dann ist die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik etwas für dich. Ein Beruf für Teamplayer und Tüftler mit Spaß an Elektrotechnik und Elektronik.

Das erfährst du hier über den Beruf

Das Wichtigste auf einen Blick

Elektroniker:in für Betriebstechnik

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

empfohlener Schulabschluss

mindestens Hauptschulabschluss

wichtige Schulfächer

Mathe, Physik, Informatik

Ø Ausbildungsgehalt

1.059 Euro

Was ist ein Elektroniker für Betriebstechnik?

Der Elektroniker für Betriebstechnik gehört zu den elektrotechnischen Berufen. Elektroniker:innen für Betriebstechnik installieren, reparieren und warten wichtige elektrische Anlagen der Energie- und Wasserversorgung. Arbeitsort kann ein Umspannwerk oder großes Gas-Kraftwerk sein. Aber auch in Wasserwerken, bei kleineren Blockheizkraftwerken oder in Gebäuden mit lokalen Stromnetzen werden die Fachkräfte gebraucht.

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Welche Aufgaben hat ein Elektroniker für Betriebstechnik?

Das Aufgabenspektrum in diesem Beruf ist sehr vielseitig. Handwerkliche Tätigkeiten gehören genauso zum Berufsbild wie die Arbeit mit Computern und digitalen Messgeräten. Übergeordnete Aufgabe der Elektroniker für Betriebstechnik ist es, dafür zu sorgen, dass der Strom für den Betrieb wichtiger Anlagen immer fließt. Denn das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Kunden jederzeit mit Energie und Trinkwasser versorgt werden können.

Schaltanlagen installieren und reparieren

Ein großer Aufgabenbereich der Elektroniker für Betriebstechnik ist die Installation und Reparatur von Schalt- und Steueranlagen. In elektrischen Schaltungen werden elektronische Bauteile miteinander verbunden und so funktionierende Stromkreisläufe hergestellt. In jeder Anlage der Energie- und Wasserversorgung gibt es solche Schaltungen, die unbedingt funktionieren müssen. An Gas-Pipelines werden mithilfe solcher Schaltungen z. B. Messungen durchgeführt, um Gaslecks zu erkennen.

Schaltungen und Steuerungen planen und programmieren

Als Elektroniker:in für Betriebstechnik kannst du nicht nur Schaltungen einbauen und im Störungsfall reparieren. Deine Aufgabe ist es auch, ganz neue Schaltpläne am Computer zu entwerfen und Steuerungen zu programmieren, sodass die Schaltungen automatisch gesteuert und betrieben werden können.

Steuerungen verdrahten

Zu den typischen Tätigkeiten gehört auch das Verdrahten von Steuerungen. Dabei werden Drähte und Leitungen miteinander verbunden, was viel Konzentration erfordert. Denn es will gut überlegt sein, wie die unterschiedlichen Komponenten miteinander verbunden werden, damit hinterher auch alles funktioniert.

Stromnetze planen, verlegen und warten

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Planung, Verlegung und Wartung von Stromnetzen. Dazu gehört z. B. der Ein- und Ausbau von Trafostationen und die Anbindung des Trafos an das Stromnetz. Auch wenn es an einer Trafostation zu einer Störung kommt, ist es der Elektroniker für Betriebstechnik, der sich auf Fehlersuche begibt und die Störung beheben kann.

Häuser ans Stromnetz anschließen

Bei neuen Gebäuden montieren Elektroniker für Betriebstechnik Hausanschlusskästen und schließen diese im Haus und an die Hauptleitung im Stromnetz an.

Kurz für dich zusammengefasst

Deine Aufgaben als Elektroniker für Betriebstechnik im Überblick

Planung  & Programmierung

Installation & Ausbau

Wartung & Reparatur

Wer sich für Elektronik interessiert und sich einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag wünscht, dem kann ich meine Ausbildung nur wärmstens empfehlen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik

Wenn du dich für Technik begeisterst, Spaß am Programmieren hast und auch handwerkliches Geschick mitbringst – dann ist die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik genau das Richtige für dich.

Da du mit Anlagen der Energie- und Wasserversorgung arbeitest, erfordert die Ausbildung ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Genau so wichtig ist präzises Arbeiten, wenn du Schaltpläne entwirfst oder Bauteile für Anlagen erstellst.

Auch deine Teamfähigkeit ist bei diesem Beruf sehr gefragt: In der Regel arbeitest du immer im Team unter der Leitung eines Vorarbeiters oder Meisters.

Kurz für dich zusammengefasst

Der Beruf passt zu dir, wenn du:

Gehalt: Was verdient ein Elektroniker für Betriebstechnik?

Das durchschnittliche Gehalt eines Elektronikers für Betriebstechnik nach der Ausbildung liegt bei 37.500 Euro. Als Berufseinsteiger kannst du mit rund 33.600 Euro rechnen. Im weiteren Verlauf deiner Karriere kann die die Gehaltsspanne bis zu 42.000 Euro brutto im Jahr reichen.

Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik wird mit durchschnittlich 1.071 Euro pro Monat vergütet. Damit gehört die Ausbildung zu den Top 6 der gut bezahlten Ausbildungsberufe mit Hauptschulabschluss.

Quelle Gehälter: StepStone, gehalt.de – Stand 2022

Im Überblick

Gehalt und Verdienst in der Ausbildung und danach (brutto/Monat)

1. Ausbildungsjahr: 890 € – 1.068 €

2. Ausbildungsjahr: 977 € – 1.118 €

3. Ausbildungsjahr: 1.057 € – 1.164 €

4. Ausbildungsjahr: 1.135 € – 1.227 €

Einstiegsgehalt: 2.433 € – 3.309 €

mit Berufserfahrung: 2.775 € – 3.575 €

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Elektroniker für Betriebstechnik?

Das lernst du in der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik

Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik ist eine duale Ausbildung. Das heißt, dass du neben deinen Praxisaufgaben in deinem Ausbildungsbetrieb auch theoretische Inhalte in der Berufsschule lernst. In einzelnen Fällen ist auch eine schulische Ausbildung möglich. Praxiserfahrungen sammelst du hier über Praktika in entsprechenden Unternehmen.

Während deiner Ausbildung wirst du bestens auf dein Einsatzgebiet in Energieverteilungsanlagen und -netzen ausgebildet. Darüber hinaus kannst du aber noch bis zu drei Zusatzqualifikationen wählen:

  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Digitale Vernetzung
Chiara Noveen Baumann iats Auszubildende als Elektronikerin für Betriebstechnik.

Traumjob Elektronikerin für Betriebstechnik

Chiara macht ihre Ausbildung bei den Stadtwerken Neumünster. Hier lernt sie alles über Elektrotechnik in Theorie und Praxis.

Weitere Aufgaben, die du während deiner Ausbildung lernst, sind z. B.:

  • Grundlagen der Metallverarbeitung
  • wie Werkstoffe bearbeitet werden
  • wie Energie umgewandelt, transportiert und gesteuert wird
  • wie Gebäude- und Antriebstechnik eingesetzt werden
  • wie speicherprogrammierbare Steuerungen funktionieren
  • wie Energieverteilungsanlagen montiert werden
  • wie Strom erzeugt wird und über das Stromnetz zum Verbraucher kommt
  • Arbeitsorganisation und Arbeitssicherheit
  • Kundenbetreuung

Als Elektroniker für Betriebstechnik bei Avacon

Lars arbeitet seit seiner Ausbildung im Entstörungsmanagement für Umspannwerke. Im wahrsten Sinne des Wortes ein spannender Beruf!

Dauer und Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildungsdauer beträgt regulär 3,5 Jahre und ist dual aufgebaut, sodass du sowohl in deinem Ausbildungsbetrieb bist als auch in der Berufsschule. Wenn du hier gute Leistungen zeigst, kannst du deine Ausbildung auf 3 Jahre verkürzen.

Die Abschlussprüfung ist in 2 Teile gegliedert und erstreckt sich über die gesamte Ausbildung. Den ersten Teil der Abschlussprüfung machst du nach dem 2. Ausbildungsjahr. Der 2. Teil deiner Abschlussprüfung folgt dann am Ende der Ausbildung nach dem 3. Ausbildungsjahr oder nach dem 4. Ausbildungsjahr, wenn du die Ausbildung nicht verkürzt hast.

Kurz für dich zusammengefasst

So ist die Ausbildung aufgebaut

duale Ausbildung

Die Ausbildung findet z. T. im Betrieb und z. T. in der Berufsschule statt.

Ausbildungsdauer

regulär 3,5 Jahre, bei guter Leistung verkürzbar auf 3 Jahre

Abschlussprüfung

Zweiteilige Abschlussprüfung: Teil 1 nach dem 2. Lehrjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Wo kann ich die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik machen?

Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik wird von vielen öffentlichen und privaten Wasser- oder Energieversorgungsunternehmen angeboten. Die Aufgabenfelder können sich je nach Unternehmensgröße und -ausrichtung etwas unterscheiden.

Diese Unternehmen bilden Elektroniker für Betriebstechnik aus

Weiterbildung und Aufstieg nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung kannst du dich in verschiedenen Richtungen weiterbilden. Entweder du entscheidest dich für den Weg des Technikers, qualifizierst dich zum Meister oder du gehst den Weg an eine Universität und studierst.

Kurz für dich zusammengefasst

Möglichkeiten für Aufstieg und Spezialisierung

Qualifizierung zum Geprüften Netzmeister

Nach der bestandenen Ausbildung kannst du die Meisterfortbildung machen. Zum Beispiel als Geprüfter Netzmeister im Bereich Strom, Gas, Wasser und/oder Fernwärme. Meister übernehmen wichtige Fach- und Führungsaufgaben zur Sicherstellung der Versorgung. Mit der Meisterfortbildung kannst du auch deine Technikkompetenz und deine Fähigkeiten in der Arbeitsorganisation unter Beweis stellen. 

Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker

Eine weitere Aufstiegsmöglichkeit ist die berufsbegleitende Qualifizierung zum staatlich geprüften Techniker. Diese Bezeichnung bzw. Weiterbildung kann nur an einer Fachschule für Technik erlangt werden. Als staatlich geprüfter Techniker arbeitest du im gleichen Bereich wie nach der Ausbildung. Allerdings übernimmst du zusätzlich organisatorische und unternehmerische Aufgaben mit mehr Führungsverantwortung.

Die berufsbegleitende Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker dauert drei bis vier Jahre. In der Vollzeit-Weiterbildung verkürzt sich das auf zwei Jahre.

Weiterbildung durch Studium

Als dritte Aufstiegsmöglichkeit bietet sich ein Studium an. Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann nach der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik diese Bachelor-Studiengänge studieren:

  • Elektrotechnik
  • Ingenieurwesen – Mechatronik
  • Automatisierungstechnik
  • Elektrische Energietechnik / Physik