Recruiting im Wandel: So erreichen Sie die Gen Z

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Sind die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft auf dem Radar von jungen Menschen? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Jein. Laut der BDEW-Jugendstudie, die 2024 speziell die Wasserwirtschaft untersucht hat, kennen 42,4 Prozent der befragten Jugendlichen die zuständigen Wasserversorger ihrer Region nicht. Nichtsdestotrotz können sich rund 44 Prozent vorstellen, in der Branche zu arbeiten.

Analena Fritsch

Social Media & Content-Marketing-Managerin

Was bedeutet das für die Personalgewinnung? Klassische Stellenanzeigen auf Jobportalen oder in der Tageszeitung laufen oft ins Leere, ein klarer Kurswechsel ist angesagt. Das Stichwort lautet Social Recruiting: junge Menschen dort erreichen, wo sie sich regelmäßig aufhalten – auf Social Media, insbesondere Instagram, TikTok und YouTube.

Die Social-Media-Präsenz allein reicht jedoch nicht. Wer nachhaltig passende Bewerbungen bekommen möchte, muss weg von der 08/15-Stellenanzeige und hin zu einem ausführlichen Job-Profil inklusive Einblick ins Team und in die Unternehmenskultur.

Was ist Social Recruiting und was bringt es?

Social Recruiting beschreibt die gezielte Ansprache potenzieller Bewerber*innen über soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok, LinkedIn oder YouTube. Anders als beim klassischen Recruiting warten Unternehmen nicht passiv auf Bewerbungen, sondern treten aktiv in den Dialog. Sie erzählen ihre Geschichte, geben Einblicke in den Arbeitsalltag, bauen Nähe auf und stärken so ihre Arbeitgebermarke.

Für erfolgreiches Social Recruiting braucht keine Hochglanzkampagne, stattdessen ist Authentizität gefragt. Wer echte Menschen zeigt, transparent über Ausbildungswege spricht oder eine sympathische Teamkultur vermittelt, bleibt oft im Gedächtnis junger Menschen – lange bevor diese konkret auf Jobsuche sind.

Die BDEW-Jugendstudie zeigt: Jugendliche informieren sich anders zur Berufsorientierung als noch vor ein paar Jahren. Nach der Internetrecherche sind soziale Medien wie Instagram und TikTok die zweitwichtigste Informationsquelle (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Quelle BDEW-Jugendstudie 2024

Was zählt für die Gen Z wirklich?

Laut der BDEW-Jugendstudie 2024 spielen für junge Menschen nicht nur Gehalt und Sicherheit eine Rolle. Sie suchen Arbeitgeber*innen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, Weiterentwicklung fördern und eine positive Teamkultur leben. Attraktive Benefits sind für sie nicht Obstkörbe und Kaffee-Flatrates, sondern flexible Arbeitszeiten, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Wertschätzung im Arbeitsalltag.

Social Recruiting ermöglicht es, genau das sichtbar zu machen. In Form von kurzen Videos, Mitarbeiter*innen-Statements oder Blicken hinter die Kulissen. Wer nahbar auftritt, gewinnt Vertrauen. Die Reichweite? Tausende Views. Die Resonanz? Spürbar mehr Bewerbungen.

Wichtig dabei: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Wiedererkennbarkeit und Glaubwürdigkeit.

Magazin

Junge Menschen für die Wasserwirtschaft begeistern

Die BDEW-Jugendstudie hat die Anforderungen junger Menschen an Berufe und Arbeitgeber der Wasserwirtschaft untersucht. Die Ergebnisse der Auswertung gibt es hier. 

Ein Wassertropfen zieht Kreise, oben links sind einige Diagramme eingezeichnet.

Best Practice: Job-Landingpage mit Persönlichkeit

Wie erfolgreich Social Recruiting funktionieren kann, zeigt ein Praxisbeispiel der wvgw-Marke Berufswelten Energie & Wasser. Unternehmen können hier Social Ads- sowie Google Ads-Pakete für ihre Stellenanzeigen zu buchen und optional eine individuelle Job-Landingpage erstellen lassen – maßgeschneidert auf das jeweilige Unternehmen und die zu besetzende Position.

Der Vorteil: Die Landingpage bietet deutlich mehr Möglichkeiten als eine klassische Anzeige. Neben der ausführlichen Tätigkeitsbeschreibung lassen sich Benefits, Werte und Unternehmenskultur vermitteln. Persönliche Statements von Mitarbeitenden und authentische Einblicke ins Team können für zusätzliche Glaubwürdigkeit sorgen.

Wie wirkungsvoll das Format sein kann, zeigt die aktuelle Stellenausschreibung aus unserem Verlag, die über die Social-Media-Kanäle der Berufswelten Energie & Wasser ausgespielt wurde. Innerhalb kurzer Zeit gingen rund 60 qualifizierte Bewerbungen ein. Durch die Kombination aus Social Recruiting und individueller Job-Landingpage sind rund 30 Prozent mehr Bewerbungen eingegangen als in vorherigen vergleichbaren Ausschreibungen. Im Gespräch haben einige Bewerber*innen hervorgehoben, dass sie die Anzeige als emotional ansprechend und glaubwürdig empfunden haben.

Darf ich Ihnen ein Kompliment zu Ihrer Stellenanzeige machen? Über das Berufsprofil hinaus hat die attraktive Präsentation mich angesprochen. Mein spontaner Eindruck: Ja, da möchte ich gerne arbeiten.

Aussage eines Bewerbers

Das Beispiel unterstreicht: Eine gut konzipierte Landingpage, kombiniert mit einer zielgerichteten Social-Media-Ausspielung, kann nicht nur mehr Bewerbungen erzeugen, sondern vor allem für passende Kanditat*innen sorgen.

Ihre Ansprechpartnerin:
Analena Fritsch
Telefon: +49 228 9191-430
E-Mail: fritsch@wvgw.de

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