Worauf kommt es im Bewerbungsgespräch an? Welche Eigenschaften sind besonders wichtig und was bietet das Unternehmen ihren Auszubildenden an? Das verrät Tanja Kraus-Baumann von der Stabsstelle Unternehmenskommunikation der Ingolstädter Kommunalbetriebe.
Wir haben eine Karriereseite, auf der Schüler*innen die ausgeschriebenen Ausbildungsplätze finden und sich direkt online bei uns bewerben können. Uns ist wichtig, dass neben dem Lebenslauf und einem kurzen Anschreiben auch eine Kopie der letzten beiden Zeugnisse hochgeladen wird. Natürlich kann man auch weitere Dateien hochladen, wie beispielsweise Praktikumszeugnisse. So bekommen wir ein erstes Bild von der Person.
Ganz wichtig: Für uns zählt der Gesamteindruck. Die Bewerber*innen müssen nicht die besten Noten haben, uns ist wichtiger, dass sich die Person für Technik interessiert und handwerklich geschickt ist. Bei Problemen im schulischen Bereich gibt es von unserer Seite Möglichkeiten zu unterstützen.
Wenn uns die Bewerbung zusagt, laden wir den Bewerber oder die Bewerberin zu einem persönlichen Gespräch ein. Wir führen ein strukturiertes Interview, eine typische Frage ist beispielsweise: Für welche zentralen Aufgabenbereiche der kommunalen Daseinsvorsorge sind die Ingolstädter Kommunalbetriebe zuständig?
Im Endeffekt ist der Gesamteindruck entscheidend. Gute Noten sind nicht ganz so wichtig, wie Interesse und Freude an den Tätigkeiten bei uns. Vielleicht hat der oder die Bewerbende ein handwerkliches oder technisches Hobby, das sollte unbedingt mit in der Bewerbung stehen.
Tanja Kraus-Baumann
Stabsstelle Unternehmenskommunikation bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben
Grundsätzlich gilt bei uns: Solange die Stelle oder der Ausbildungsplatz bei uns auf der Karriereseite online ist, kann man sich auch darauf bewerben. Uns ist bewusst, dass auf den technischen Berufen generell kein großer Run ist, da die Tätigkeitsfelder oft eher unbekannt sind. Im Gespräch kann man diesbezüglich viel vermitteln.
Nico Keiler kümmert sich bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben darum, dass die Kanäle frei sind. Wie sein Alltag aussieht, verrät er im Erfahrungsbericht.
Auf das Interesse für den Beruf und ob sich die Person gut in einem Team zurechtfindet. Gerade im technischen Bereich ist Teamarbeit superwichtig und da sollte man sich gut einfügen können. Im Kanalunterhalt haben wir beispielsweise 15 Mitarbeitende und mit jedem arbeitet man mal zusammen.
Genauso wichtig ist, dass die Person für alle Kulturen offen ist. Bei uns arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Nationalitäten.
Unsere Auszubildenden werden nach dem Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst (TVAöD) bezahlt. Es ist also fest geregelt, wie das monatliche Bruttogehalt aussieht.
Für alle neuen Auszubildenden ab 2026 heißt das:
1. Ausbildungsjahr: 1.368,26 €
2. Ausbildungsjahr: 1.418, 20 €
3. Ausbildungsjahr: 1.464,02 €
4. Ausbildungsjahr: 1.527,59 €
Auch unsere festangestellten Fachkräfte werden nach Tarif bezahlt. Das ist dann der Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe.
Junge Menschen sollten einen Beruf wählen, der ihnen sinnvoll erscheint und sie wirklich interessiert. So verdienen sie Geld mit etwas, das ihnen Freude macht – und dann fühlt es sich nicht wie Arbeit an.
Tanja Kraus-Baumann
Stabsstelle Unternehmenskommunikation bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben
Wir bieten einen sicheren Arbeitsplatz in einem zukunftssicheren Umfeld und sind bemüht, dem Fachkräftemangel mit zusätzlichen Leistungen entgegenzuwirken. Neben dem Ausbildungsgehalt bekommen unsere Azubis jährlich einen Lernmittelzuschuss von 50 Euro sowie einen Fahrtkostenzuschuss und einen Zuschuss für vermögenswirksame Leistungen.
Außerdem eine Jahressonderzahlung und zusätzlich frei am 24. und 31. Dezember. Nach erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung gibt es 400 Euro als einmalige Abschlussprämie. Wir können zwar pauschal keine Übernahme nach der Ausbildung garantieren, aber wenn eine Stelle frei ist und von beiden Seiten Interesse besteht stehen die Chancen gut.
Und auch wenn es mit der Übernahme nicht klappen sollte, sind die Berufsaussichten sehr gut. Das Wissen, was bei uns erlangt wird, findet in vielen Bereichen Anwendung.
In der Regel bieten wir vier bis fünf Ausbildungsplätze an, sowohl für den technischen als auch im kaufmännischen Bereich. Aktuell bilden wir im technischen Bereich unter anderem einen Azubi zum Umwelttechnologen für Wasserversorgung aus, demnächst einen Kfz-Mechatroniker und einen Chemielaboranten. Im kaufmännischen Bereich haben wir eine duale Studentin in der Rechtsabteilung und eine Auszubildende als Verwaltungsfachangestellte. Es gibt also breitgefächerte Ausbildungsmöglichkeiten.