Employer Branding in Social Media

5 Tipps für den Einstieg in das Employer Branding in Social Media

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Analena Niehoff

Analena Niehoff

Social-Media-Managerin bei den Berufswelten Energie & Wasser

Für die Generation Z ist der Zweitwohnsitz das Internet. Die Post-Millenials sind auf Instagram, TikTok oder YouTube unterwegs und suchen hier nicht nur nach Unterhaltung, sondern auch nach Informationen. Wer die jungen Talente erreichen möchte, der muss sich an deren Informationsverhalten anpassen und eine Strategie entwickeln. Nur aufgepasst: Am längeren Hebel sitzt nun die Gen Z.

Der Arbeitsmarkt hat sich gewandelt: Wo früher ein harter Konkurrenzkampf unter den Bewerber:innen um die eine – meist sogar schlecht bezahlte – Stelle herrschte, sind es heute vielmehr die Unternehmen, die im Wettbewerb um Nachwuchskräfte stehen. Um die junge Generation für sich zu gewinnen, gilt es zu überzeugen. Employer Branding wird deshalb immer wichtiger für das Recruiting. Dabei bestimmt die Gen Z den Weg der Kommunikation und der führt unweigerlich über Social Media.

Damit der Einstieg in das Employer Branding auf Social Media gelingt, habe ich fünf Tipps für Sie zusammengestellt.

Themen auf dieser Seite

1. Die richtige Auswahl der Social-Media-Kanäle

Am Anfang aller Social-Media-Aktivitäten steht die zentrale Frage nach dem richtigen Kanal. Schülerinnen und Schüler, die sich Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen, findet man nicht bei Facebook oder LinkedIn. Sie sind bei YouTube, Instagram und TikTok unterwegs – und genau da muss die Verbindung hergestellt werden.

Laut der aktuellen ARD-ZDF-Online-Studie sind 97 Prozent der 14- bis 29-jährigen täglich oder wöchentlich online unterwegs. In dieser Altersgruppe ist Instagram die beliebteste Social-Media-Plattform. Rund 73 Prozent sind dort regelmäßig aktiv. Platz zwei und drei belegen Snapchat und TikTok.

Welche Social-Media-Plattform ist die richtige für Ihr Unternehmen? Die klare Antwort: Es kommt darauf an. TikTok beispielsweise erlebt gerade einen massiven Aufschwung – vor allem bei der Altersgruppe der unter 18-jährigen. Die Plattform funktioniert über Videos und ein ausführliches Storytelling. Der zeitliche und personelle Aufwand ist deutlich höher, da Videos geplant, gedreht und geschnitten werden müssen. Natürlich braucht es dazu auch Personen, die vor die Kamera treten und gleichzeitig unterhaltsam wie informativ Inhalte vermitteln.

Bei Instagram wiederum sind verschiedene Formate möglich: Bilder, Grafiken, Single Posts oder Carousel Posts – die Möglichkeiten sind vielfältig und erlauben einen gewissen Gestaltungsfreiraum.

2. Strategische Planung der Inhalte

Die meisten Unternehmen besitzen bereits einen oder sogar mehrere Social-Media-Accounts und sind dort auch mehr oder weniger aktiv. Damit ist es aber nicht getan. Viel entscheidender sind eine strategische Ausrichtung und Planung der Social-Media-Inhalte.

Legen Sie ein konkretes Ziel fest, das Sie mit Ihren Aktivitäten auf Social Media erreichen möchten und planen Sie dementsprechend Ihre Inhalte. Ein mögliches Ziel kann es sein, die Sichtbarkeit zu steigern. Durch regelmäßigen Content und Interaktion mit der Community steigern Sie Ihre Reichweite. Ihr Kanal wir mehr Leuten vorgeschlagen und mehr Leute folgen Ihnen.

Ein weiteres mögliches Ziel ist es, den Website-Traffic zu erhöhen. Das bedeutet, dass Sie Content erstellen, der Ihre Follower dazu einlädt dem Link zu Ihrer Seite zu folgen. Achten Sie darauf, dass der Inhalt auch zur Plattform passt. Instagram z. B. lebt von Bildern und kurzen Videos. Lange Texte funktionieren hier nicht und verhindern den Erfolg.

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3. Blick nach links und rechts: Was machen andere Unternehmen?

Social-Media-Kanäle sind Werbeschilder nach außen. Sie sollten widerspiegeln, was das Unternehmen ausmacht, welche Werte im Unternehmen zählen und womit sich potenzielle Bewerber:innen identifizieren können. Ein guter Anfang ist dabei der Blick zu den Wettbewerbern oder auch branchenfremde Marken: Wie präsentieren diese sich auf Social Media? Kommt das gut oder schlecht an (Interaktionen / Follower)? Welcher Aufwand steht dahinter und kann ich den gleichen Aufwand betreiben?

4. Social-Media-Arbeit geht nicht mal ebenso und nebenbei

Wer Social Media erfolgreich für sich nutzen möchte, muss dafür personelle und zeitliche Ressourcen einplanen. In vielen Unternehmen werden bestehende Arbeitskräfte zusätzlich mit der Social-Media-Arbeit beauftragt. Die Inhalte werden nebenbei und zwischen dutzenden anderen Aufgaben erstellt. Das Resultat: Unregelmäßige Postings, kein aktives Community-Management, wenig Spielraum für gezielte Tests, geschweige denn Zeit für eine Erfolgskontrolle. Am Ende herrscht dann nur noch Frust, weil der ganze Aufwand gar nichts bringt.

Zielführendes Social-Media-Marketing erfordert eine klare und kontinuierliche Verantwortung. Es gibt gute Gründe, warum sich in großen Unternehmen ganze Teams um Social Media kümmern.

5. Weniger ist mehr

Nicht alle Plattformen, auf denen sich die Zielgruppe tummelt, müssen gleichzeitig und mit gleicher Power bedient werden. Hilfreicher ist es, zunächst einen Hauptkanal auszuwählen und diesen aufzubauen. Hier kann getestet und eine Strategie entwickelt werden. Erst wenn dieser gut läuft, sollte der nächste Kanal dazu geholt werden. Das hilft nicht nur bei der Fokussierung auf die Zielgruppe, sondern spart auch Zeit und Kosten.

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