Wasserstoff als Forschungsobjekt: Achim Taoussanis ist Mitglied der Nachwuchsforschungsgruppe „GreenHydroSax“

Im Rahmen der Forschungsgruppe „GreenHydroSax“ befasst sich Achim Taoussanis mit einem neuartigen Verfahren zur Wasserstoffmessung im Erdgas, dem katalytischen Spillover-Effekt.
Achim Taoussanis arbeitet im Rahmen der Forschungsgruppe „GreenHydroSax“ an der Entwicklung eines Sensors zur Wasserstoffmessung.

Foto: Omid Arabbay/HTWK Leipzig 

Mein Name ist Achim Taoussanis, ich bin 25 Jahre alt und arbeite nach meinem Studium der Elektro- und Informationstechnik seit Januar 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Nachwuchsforschungsgruppe „GreenHydroSax“ der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK).

Forschung und Entwicklung fand ich schon immer spannend und ich wollte bereits in jungen Jahren wissen, was sich hinter den alltäglichen Dingen verbirgt und wie man bestimmte Erscheinungen erklären kann. Vor allem die Sensortechnik hat mich während des Studiums begeistert: Dabei beschäftigt man sich nicht nur mit vielen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen – Sensoren quantifizieren vielmehr Größen, die unter Umständen für Menschen nicht feststellbar sind, und eröffnen daher völlig neue Möglichkeiten für uns alle.

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Im Rahmen der Forschungsgruppe „GreenHydroSax“ befasse ich mich mit einem neuartigen Verfahren zur Wasserstoffmessung im Erdgas, dem katalytischen Spillover-Effekt. Ziel ist es, eine Technik zu erarbeiten, um basierend auf dem Messprinzip einen praxisfähigen Sensor zur Wasserstoffmessung im Erdgas zu entwickeln. Ich bin in diesem Kontext für die Entwicklung der notwendigen Elektronik zuständig, d. h. digitale und analoge Schaltungstechnik sowie Mikrocontroller-Applikationen.

Ein erster Prototyp ist im Rahmen meiner Masterarbeit entstanden, jetzt soll eine zweite, verbesserte Version entstehen. Dazu führe ich Experimente
durch und versuche so, Rückschlüsse auf bestimmte Eigenschaften zu ziehen, um herauszuarbeiten, welche Grenzen und Möglichkeiten das Messprinzip bietet.

Wasserstoff ist ein sehr vielseitiges Speichermedium und kann eine tragende Rolle in der Energiewende spielen. Wir alle wissen aber auch, dass noch viel passieren muss, um die Klimaproblematik zu lösen. Bei der Wahl meines Arbeitsplatzes hatte ich den Eindruck, dass der Bereich der Wasserstoff-Technologien noch viele Aufgaben mit sich bringt, an deren Bewältigung ich mitwirken möchte.

Aktuell schreibe ich vormittags an einer Veröffentlichung über mein Forschungsprojekt. Am Nachmittag programmiere ich häufig an einer neuen Software-Version für den Sensor-Prototyp oder an Routinen zur Datenauswertung und -visualisierung. Von Zeit zu Zeit kommen Besprechungen innerhalb der Arbeitsgruppe hinzu.

Je nach Projektphase können sich die Arbeitsinhalte aber auch unterscheiden: Wenn ich nicht an einer Veröffentlichung schreibe, dann können Aspekte wie Elektronikentwicklung, experimentelle Untersuchungen und Programmierung stärker im Fokus stehen. Daneben müssen Zwischen- und Abschlussberichte verfasst werden, in denen die Forschungsergebnisse zusammengefasst werden.

Ich finde es super, an einem Thema zu arbeiten, das in gewisser Hinsicht neu ist. Es gibt mir außerdem ein tolles Gefühl, einen bleibenden Beitrag zur Lösung einer Fragestellung zu leisten. Ich kann darüber hinaus kreativ sein – in dem Sinne, dass ich frei überlegen kann, wie ich eine Aufgabe technisch elegant löse; dazu muss ich manchmal auch länger tüfteln und grübeln. In der freien Wirtschaft wäre dafür wohl deutlich weniger Zeit.