Berufseinstieg bei der Eichsfeldwerke GmbH

So klappt’s mit der Bewerbung bei der Eichsfeldwerke GmbH

Foto: Eichsfeldwerke GmbH

Martin Gastrock-Mey ist Personalleiter bei der Eichsfeldwerke GmbH, einer  Unternehmensgruppe aus Thüringen für öffentlichen Personennahverkehr, Projektmanagement, Wasser- und Energieversorgung sowie Abfall- und Abwasserentsorgung. Wir haben ihn gefragt, wie der Bewerbungsprozess in dem Unternehmen abläuft, auf welche Eigenschaften und Fähigkeiten sie besonders Wert legen.

Wie läuft bei Ihnen das Bewerbungsverfahren für eine Ausbildung ab?

Das kommt ganz auf den ausgeschriebenen Ausbildungsplatz an, aber ich nehme mal die technischen Ausbildungsberufe als Beispiel. Die Bewerbungsfrist geht bei uns immer bis zum 30. November für das darauffolgende Ausbildungsjahr. Wir werten alle Bewerbungen aus und stimmen uns dabei auch mit den Kolleg*innen aus dem technischen Bereich ab, um passende Kandidat*innen zu einem Bewerbungsgespräch einzuladen. 

An dem Gespräch nimmt dann jemand von uns aus dem Personalbereich teil sowie der technische Ausbilder. Im Gespräch stellen wir Fragen zu den Eichsfeldwerken, aber auch technische Fragen, um einen Eindruck vom Wissensstand zu bekommen. Eine typische technische Frage ist beispielsweise: „Mit welcher Einheit wird die elektrische Spannung bezeichnet?“

Seit letztem Jahr laden wir unsere Kandidat*innen auch zum Probearbeiten bei uns ein. Die Jungen und Mädchen begleiten unsere Monteur*innen einen Tag bei typischen Tätigkeiten. Das ist eine Win-Win-Situation, denn so können sich die potenziellen neuen Teamkolleg*innen kennenlernen und schauen, ob die Arbeit zu einem passt.

Bei dem Probearbeitstag legen wir darauf Wert, dass sich die Bewerber*innen einen realistischen Eindruck von der Arbeit bei uns verschaffen können und sich auch die Kolleg*innen ein persönliches Bild machen können. Das lohnt sich für beide Seiten.

Martin Gastrock-Mey
Personalleiter bei der Eichsfeldwerke GmbH

Worauf achten Sie besonders in den Bewerbungsgesprächen?

Da gibt es ein paar Eigenschaften, die uns wichtig sind. Dazu gehören Kontaktfreude, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Verantwortungsbewusstsein. Im technischen Bereich ist besonders die Teamfähigkeit ein wichtiger Faktor. 

Unsere Monteur*innen sind in Teams unterwegs, arbeiten Hand in Hand und stehen im Kontakt mit Kund*innen. Da ist Team- und Kommunikationsfähigkeit gefragt. Gerade in der Versorgung, zum Beispiel mit Strom und Wasser, ist Verantwortungsbewusstsein zentral.

Erfahrungsbericht

Curtis über seine Ausbildung zum Elektroniker

Bei seinem Ausbildungsbetrieb, der EW Energie GmbH konnte Curtis Werner gleich doppelt überzeugen. Wie er das geschafft hat, verrät er im Erfahrungsbericht.

Wie vergüten Sie die Auszubildenden und dual Studierenden?

Die Azubis und dual Studierenden werden bei uns nach dem Tarif des AVEU, dem Arbeitgeberverband für Energie und Umwelttechnische Berufe, bezahlt. Die Vergütung liegt schon im ersten Ausbildungsjahr bei über 1.000 Euro brutto im Monat. Wir passen uns damit an die Gegebenheiten im Energiebereich an.

Wie viele Auszubildende und dual Studierende bilden Sie aus?

Ich habe dazu mal ein paar Zahlen mitgebracht, denn es ist so, dass wir schon seit 1993 ausbilden. In dieser Zeit haben schon 133 Auszubildende erfolgreich die Ausbildung beendet und aktuell haben wir 28 Azubis in verschiedenen Lehrjahren und Bereichen. Die verteilen sich auf die verschiedenen Tochterunternehmen der Eichsfeldwerke. 

Wir bilden Elektroniker*innen für Betriebstechnik,  Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung und Anlagenmechaniker*innen für Rohrsystemtechnik im technischen Bereich aus und Industriekaufleute im kaufmännischen Bereich. Darüber hinaus haben wir dual Studierende in der Energie- und Gebäudetechnik sowie im Dienstleitungsmanagement.

Erfahrungsbericht

Vinzent über seine Arbeit bei den Eichsfeldwerken

Vinzent studiert Gebäude- und Energietechnik an der FH Erfurt. Damit er dort in Vollzeit studieren kann, hat er ein Stipendium von den Eichsfeldwerken bekommen. Wie das genau abläuft, verrät er im Erfahrungsbericht.

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Wir sind einer der größten regionalen Arbeitgeber im Landkreis Eichsfeld und wir versuchen jungen Menschen auch genau diesen Wert mitzugeben. Also, wofür machst du diesen Job eigentlich und wieso ist das für die Daseinsvorsorge wichtig. Wir wollen den Azubis eine Perspektive geben und deshalb übernehmen wir sie in der Regel auch nach der Ausbildung.

Wir bilden nicht für den Markt aus, sondern für die Eichsfeldwerke.

Martin Gastrock-Mey
Personalleiter bei der Eichsfeldwerke GmbH

Spüren Sie den Fachkräftemangel bei Ihnen im Unternehmen?

Wir tun viel dafür, dass es nicht so ist und wir viele Bewerbungen bekommen. Wir sind in der ganzen Region unterwegs, sind auf Ausbildungsmessen aktiv und besuchen die Schulen im Umkreis, um unsere Berufe vorzustellen. Natürlich sind wir auch auf Social Media aktiv, aber uns ist der persönliche Kontakt noch wichtiger. Das heißt, wir bieten Praktika an, sind im Austausch mit jungen Talenten und ermutigen sie auch aktiv, sich bei uns zu bewerben.

Unsere Strategie zeigt Erfolg, denn wir konnten bisher immer alle Ausbildungsplätze besetzen.

Was bieten Sie Azubis als Benefits im Unternehmen an?

Neben den üblichen Benefits erhalten unsere Auszubildenden von uns kostenlos das Deutschlandticket, damit sie unkompliziert zur Berufsschule pendeln können. Zusätzlich unterstützen wir sie über ein Partnerprogramm: Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio sowie in Schwimmbädern wird von uns bezuschusst.

Ein weiterer Pluspunkt: Unsere Auszubildenden müssen keine private Unfallversicherung abschließen, da sie automatisch über unsere Gruppenunfallversicherung mitversichert sind.

Damit der Einstieg gut gelingt, stellen wir ihnen besonders in der Anfangszeit Mentor*innen zur Seite. Diese begleiten sie eng und sind jederzeit als Ansprechpersonen für Fragen oder Anliegen da.

Zum Abschluss: Welchen Tipp können Sie Bewerber*innen mitgeben?

Es ist nicht verkehrt, sich vorher mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Im Bewerbungsgespräch wird es mit Sicherheit die eine oder andere Frage zum Unternehmen geben und da sollte man eine Antwort parat haben. Das zeugt von Interesse und hinterlässt einen guten Eindruck. Das gleiche gilt für den konkreten Beruf. Beispielsweise bei den technisch-gewerblichen Berufen sollte ein Grundverständnis für Technik vorhanden sein. Alles andere bringen wir in der Ausbildung bei.

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