Du organisierst gerne, behältst auch bei mehreren Aufgaben den Überblick und arbeitest gerne mit Menschen? Perfekt, denn genau das ist im Büromanagement gefragt. Kaufleute für Büromanagement koordinieren Termine, organisieren Besprechungen, betreuen Kunden und Geschäftspartner, schreiben E-Mails. Darüber hinaus bearbeiten sie Aufträge, prüfen Rechnungen und pflegen Daten und Unterlagen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Mit deiner Ausbildung im Büromanagement stehen dir viele Berufswege offen. Du kannst später in der Industrie, im Handel oder Handwerk sowie im öffentlichen Dienst arbeiten. Auch bei deinen Aufgaben hast du viele Möglichkeiten: ob Büroorganisation, Kundenservice oder Auftragsbearbeitung, aber auch Personalwesen oder Buchhaltung – überall bist du mit deinen Fähigkeiten gefragt.
3 Jahre
kommunikativ, organisiert, Spaß an wirtschaftlichen Themen
1.270 Euro
Realschulabschluss
Während deiner Ausbildung lernst du die vielfältigen Aufgaben eines modernen Büros kennen: Du erstellst professionelle Dokumente, verwaltest Informationen und organisierst den Postein- und -ausgang. Auch die Planung von Terminen, die Vorbereitung von Besprechungen und die Unterstützung von Projekten gehören zu deinem Arbeitsalltag. Kurz gesagt: Du wirst während der Ausbildung ein echtes Allround-Talent im Büro.
Auch die kaufmännische Seite des Berufs lernst du kennen. Du bearbeitest zum Beispiel Aufträge, unterstützt den Kundenservice und erfährst, wie Unternehmen Materialien einkaufen und ihre Arbeitsabläufe organisieren. Ebenso spielen personalbezogene Aufgaben eine Rolle.
Die Ausbildung im Büromanagement ist sehr vielseitig. Deshalb kannst du eigene Schwerpunkte setzten. Noch vor dem Start deiner Ausbildung legts du dich gemeinsam mit deinem Ausbildungsbetrieb auf zwei von zehn sogenannten Wahlqualifikationen fest. Dazu zählen zum Beispiel Marketing und Vertrieb, Personalwesen, Assistenzaufgaben oder Öffentlichkeitsarbeit. Während deiner Ausbildung im Betrieb sammelst du in diesen Bereichen besonders viele praktische Erfahrungen.
Lade die wichtigsten Infos über die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement als PDF herunter. So kannst du sie mit deinen Eltern, deiner Klasse und Freunden teilen.
Je nach Branche und Unternehmen übernimmst du unterschiedliche Aufgaben als Beschäftigte im Büromanagement, etwa in der Verwaltung, im Vertrieb, im Personalbereich oder in der Buchhaltung. Kommunikationsstärke, Organisationstalent und kaufmännisches Verständnis sind überall gefragt.
Im Büromanagement hältst du viele Fäden im Unternehmen zusammen. Du organisierst den Büroalltag und sorgst dafür, dass alles reibungslos läuft. Du hast im Blick, wann Büromaterial benötigt wird, holst Angebote ein und bestellst rechtzeitig nach. Außerdem bearbeitest du den Schriftverkehr, bereitest Unterlagen und Präsentationen vor.
Mit deinem Organisationstalent stellst du sicher, dass dein Team und deine Vorgesetzten bestens vorbereitet sind und sich auf ihre Aufgaben konzentrieren können.
Du bist Ansprechpartner*in Nr. 1 im Unternehmen. Sowohl Kund*innen und Geschäftspartner*innen als auch deine Kolleg*innen und Vorgesetzten wenden sich mit ihren Anliegen und Wünschen an dich. Ob Fragen oder Anmerkungen, Lob oder Kritik – du hast ein offenes Ohr und suchst eine Lösung.
Im Kontakt mit Kund*innen, Kolleg*innen und Vorgesetzten punktest du mit Freundlichkeit und Professionalität. Selbst in stressigen Situationen bleibst du gelassen und behältst den Überblick.
Auch Besprechungen gehören zu deinem Arbeitsalltag. Du stimmst Termine ab, verschickst Einladungen und bereitest den Besprechungsraum vor. Vor Ort empfängst du Kund*innen oder Geschäftspartner*innen und nimmst an den Gesprächen teil. Deine Aufgabe ist es dabei, die wichtigsten Ergebnisse, Vereinbarungen und nächsten Schritte in einem Protokoll festzuhalten, sodass alle Beteiligten den Überblick behalten
Auch Zahlen gehören zu deinem Arbeitsalltag: Du unterstützt bei der Buchhaltung, prüfst Zahlungsein- und -ausgänge und erstellst Statistiken und Auswertungen.
Je nach Unternehmen kannst du auch Aufgaben in den Bereichen Einkauf, Logistik oder Warenwirtschaft übernehmen: Du kontrollierst Bestände, unterstützt bei der Prüfung neuer Lieferungen und sorgst dafür, dass nur einwandfreie Ware ins Lager kommt.
Entdeckst du Mängel, kümmerst du dich um Rücksendung und Rückerstattung. Dabei arbeitest du regelmäßig mit Programmen wie Excel, unternehmensinternen Anwendungen und KI-Tools.
Über deinen Schreibtisch laufen viele sensible Daten, insbesondere wenn du in der Personalverwaltung arbeitest. Daher ist es wichtig, dass du dich im Datenschutz gut auskennst. Du lernst, wie personenbezogene Daten sicher verarbeitet, gespeichert und geschützt werden und welche gesetzlichen Vorgaben dabei zu beachten sind.
Das Pflegen von Personalakten, die Vorbereitung von Einstellungen oder die Unterstützung bei der Entgeltabrechnung können ebenfalls zu deinen Aufgaben gehören.
Kurz zusammengefasst
Der Umgang mit Zahlen macht dir genauso Spaß wie die Arbeit am Computer. Du planst gerne, arbeitest strukturiert und behältst auch dann den Überblick, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig anstehen? Dann bringst du bereits wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung im Büromanagement mit.
Freude am Umgang mit Menschen, Kommunikationsstärke und Zuverlässigkeit sind dabei ebenso gefragt, denn du bist als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oft eine der ersten Ansprechpersonen im Unternehmen für Kund*innen und Kolleg*innen.
Gute Mathekenntnisse sind in diesem Beruf genauso wichtig wie gute Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse. Wenn du zudem noch über eine gute Note in Englisch verfügst, bringst du die besten Voraussetzungen für diese Ausbildung mit.
Für die Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis haben die meisten Auszubildenden einen mittleren Schulabschluss oder Abitur.
Hier findest du weitere Ausbildungen mit Realschulabschluss.
Der Beruf passt zu dir, wenn:
Wie viel du nach deiner Ausbildung verdienst, hängt vor allem von der Branche ab, in der du arbeitest. Auch die Unternehmensgröße spielt beim Gehalt eine Rolle. Im Einzelhandel kannst du zum Berufseinstieg mit rund 2.800 Euro brutto im Monat rechnen.
Deutlich mehr kannst du in der Wasser- und Energiewirtschaft verdienen. Hier liegen die Einstiegsgehälter bei etwa 3.300 beziehungsweise 3.500 Euro brutto monatlich. Ein Grund dafür: Viele Stadtwerke und Versorgungsunternehmen bezahlen ihre Mitarbeitenden nach Tarif. Dadurch profitierst du häufig auch von zusätzlichen Leistungen wie einer Jahressonderzahlung. Regelmäßige Tarifverhandlungen können außerdem dafür sorgen, dass dein Gehalt steigt.
Diese Vorteile hast du auch, wenn du dich für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst entscheidest. Hier richtet sich dein Gehalt dann nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Je nach Aufgabenbereich und Arbeitgeber wirst du in der Regel in die Entgeltgruppe E5 oder E6 eingruppiert. Das bedeutet ein Einstiegsgehalt von etwa 3.120 bis 3.240 Euro brutto im Monat.
Die tatsächliche Vergütung kann je nach Arbeitgeber, Region und Tarifvertrag abweichen.
Mit zunehmender Berufserfahrung übernehmen viele Fachkräfte mehr Verantwortung, was sich positiv auf ihr Gehalt auswirken kann. Zusätzliche Qualifikationen und Weiterbildungen eröffnen dir weitere Karriere- und Verdienstchancen.
Wie hoch deine Ausbildungsvergütung ausfällt, hängt vor allem davon ab, in welcher Branche du deine Ausbildung zum Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement absolvierst.
Im Handwerk fällt die Vergütung eher niedrig aus. Dort startest du im ersten Ausbildungsjahr mit rund 720 Euro brutto im Monat und überschreitest in manchen Betrieben selbst im dritten Lehrjahr die 1.000-Euro-Marke nicht.
Höher ist die Ausbildungsvergütung in der Industrie, in der Energie- und Wasserwirtschaft oder im öffentlichen Dienst. Denn hier wird in der Regel nach dem TVAöD vergütet, sodass du schon im ersten Ausbildungsjahr über 1.300 Euro brutto im Monat verdienst.
Quelle: Agentur für Arbeit und TVAöD, Stand 2026. Angegeben ist immer das Bruttogehalt. Aus den Angaben lässt sich kein Rechtsanspruch ableiten.
durchschnittliche Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 724 bis 1.373 Euro
2. Lehrjahr: 854 bis 1.408 Euro
3. Lehrjahr: 977 bis 1.489 Euro
TVAöD in der Energie- und Wasserwirtschaft
1. Lehrjahr: 1.368,26 Euro
2. Lehrjahr: 1.418,20 Euro
3. Lehrjahr: 1.464,02 Euro
Gehalt auf einen Blick
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, TVAöD, TV-V, destatis.de – Stand 2026. Durchschnittswerte. Aus den Angaben lässt sich kein Rechtsanspruch ableiten.
Die duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Büromanagement gehört zu den beliebtesten kaufmännischen Ausbildungsberufen in Deutschland. Während deiner Ausbildung bist du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Dort lernst du die theoretischen Grundlagen. Der Unterricht findet entweder an festen Wochentagen oder in Blockform statt.
Die kaufmännische Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du deine Ausbildung verkürzen. Das ist zum Beispiel möglich, wenn du
Du kannst deine Ausbildung auch in Teilzeit machen. Deine tägliche bzw. wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb kann dann um maximal 50 Prozent reduziert werden. Seit 2020 steht die Teilzeitberufsausbildung grundsätzlich allen Auszubildenden offen, wenn sich Betrieb und Auszubildende darüber einig sind. Dafür verlängert sich die Ausbildungsdauer in der Regel – auf maximal 4,5 Jahre. Der Unterricht in der Berufsschule findet hingegen fast immer regulär statt.
duale Ausbildung
Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
Theorie und Praxis eng verzahnt
Ausbildungsdauer
3 Jahre, kann bei sehr guten Leistungen verkürzt werden
Abschlussprüfung
Teil 1 der Abschlussprüfung findet nach ca. zwei Jahren Ausbildung statt. Die dort erzielten Leistungen werden bereits für die Abschlussnote berücksichtigt.
Teil 2 der Abschlussprüfung erfolgt am Ende der Ausbildung.
Die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement besteht aus:
Alle Auszubildenden erhalten so dieselbe Basis, können aber gleichzeitig eigene fachliche Schwerpunkte setzen.
Schon zu Beginn entscheidest du mit, worauf du dich später spezialisieren möchtest. Dafür wählst du zwei Schwerpunkte aus, die dich besonders interessieren.
Diese sogenannten Wahlqualifikationen werden in deinem Ausbildungsvertrag festgehalten und bestimmen einen Teil deiner späteren Ausbildung. Du kannst zwischen folgenden Wahlqualifikationen wählen:
Zu Beginn deiner Ausbildung lernst du die verschiedenen Abteilungen und Aufgabenbereiche des Unternehmens kennen. So bekommst du einen guten Überblick über die verschiedenen Aufgabenbereiche und lernst, wie die Abläufe im Unternehmen zusammenhängen.
Im weiteren Verlauf der Ausbildung liegt der Fokus auf den Bereichen deiner gewählten Wahlqualifikationen. Für jede Wahlqualifikation ist ein Einsatz von etwa fünf Monaten vorgesehen. So hast du genügend Zeit, die Aufgaben kennenzulernen und dich auf deine späteren beruflichen Schwerpunkte vorzubereiten.
In der Berufsschule lernen alle Auszubildenden gemeinsam – unabhängig davon, welche Wahlqualifikationen sie gewählt haben. Im ersten Jahr startest du mit den Grundlagen. Dazu zählen zum Beispiel:
Im zweiten Jahr vertiefst du dein kaufmännisches Wissen. Du lernst zum Beispiel, Aufträge selbstständig zu bearbeiten, Angebote zu erstellen und professionell auf Kundenanfragen zu reagieren. Außerdem geht es um Themen wie Beschaffung, Rechnungen und Buchführung. Hinzu kommen Personalwesen, Datenschutz, Nachhaltigkeit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Im dritten Ausbildungsjahr steht die Anwendung und Vertiefung der erworbenen Kenntnisse im Mittelpunkt. Die Auszubildenden bearbeiten komplexere Geschäftsprozesse, bereiten kaufmännische Entscheidungen vor und lernen, betriebliche Kennzahlen auszuwerten.
Alle Kaufleute für Büromanagement absolvieren eine gestreckte Abschlussprüfung. Das bedeutet, dass die Prüfung nicht komplett am Ende der Ausbildung stattfindet, sondern in zwei Teile aufgeteilt ist. Beide Prüfungsteile fließen in die Gesamtnote der Abschlussprüfung ein.
Den ersten Teil der Abschlussprüfung legst du schon während deiner Ausbildung ab, meist in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres. In der 120-minütigen Computerprüfung zum Thema „Informationstechnisches Büromanagement“ zeigst du, dass du typische Büroaufgaben mit digitalen Programmen sicher und effizient bearbeiten kannst.
Am Ende deiner Ausbildung steht der zweite Teil der Abschlussprüfung an. Du wirst in den beiden folgenden Bereichen schriftlich geprüft:
Außerdem führst du ein rund 20-minütiges Fachgespräch. Dabei geht es um eine deiner gewählten Wahlqualifikationen.
Damit zeigst du in schriftlichen, digitalen und mündlichen Prüfungen, was du während deiner Ausbildung gelernt hast.
Kurz zusammengefasst
Hast du den Abschluss als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement in der Tasche, stehen dir viele Wege offen. Wer sich fachlich weiterentwickeln möchte, kann zum Beispiel eine Weiterbildung zum
machen. Auch ein Studium im Bereich BWL, Marketing oder Human Resources ist mit den entsprechenden Voraussetzungen möglich.
Ausbildungsplätze findest du in nahezu allen Branchen und in ganz unterschiedlichen Unternehmen. Auch Stadtwerke und Unternehmen in der Energie- und Wasserwirtschaft bieten die Ausbildung an.