Aus Ferienjob wird Traumjob: als Elektronikerin für Betriebstechnik bei den Stadtwerken Neumünster

Chiara hat in einem typischen Männerberuf ihre Berufung gefunden. In der Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik lernt sie alles über Elektrotechnik in Theorie und Praxis.
Chiara Noveen Baumann iats Auszubildende als Elektronikerin für Betriebstechnik.
Chiara Noveen Baumann misst die Schleifenimpedanz an der Schuko-Steckdose und stellt damit sicher, dass im Fall eines Kurzschlusses die Schutzeinrichtungen rechtzeitig auslösen.

Foto: Stadtwerke Neumünster

Mein Name ist Chiara Noveen Baumann, ich bin 19 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik bei den Stadtwerken Neumünster (SWN). Dass das Thema Elektrotechnik mich begeistert, habe ich bei einem Ferienjob entdeckt, bei dem ich Platinen bestückt habe. Zudem habe ich den Beruf gewissermaßen in den Genen: Mein Großvater war ebenfalls im Bereich der Elektrotechnik tätig und konnte mir deshalb sehr viel über den Alltag und die Aufgaben erzählen – die Entscheidung für die Ausbildung war vor diesem Hintergrund für mich die logische Konsequenz.

In den insgesamt 3,5 Jahren, die die Ausbildung regulär dauert, lerne ich u. a. die Grundzüge der Elektrotechnik in Theorie und Praxis. Aus diesem Grund bin ich abwechselnd in der Berufsschule und bei den Stadtwerken Neumünster im Einsatz. Generell geht es auch darum, während der Ausbildung ein technisches Verständnis für die verschiedenen Prozesse zu entwickeln. Außerdem lernen wir Gefahren, die sich im Umgang mit Elektrotechnik ergeben können, richtig einzuschätzen. Fertigkeiten also, die für mein späteres Berufsleben enorm wichtig sind.

In meiner Ausbildung lerne ich z. B., wie eine bestimmte Schaltanlage technisch korrekt aufgebaut wird.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgeerscheinungen haben auch meinen (Ausbildungs-)Alltag beeinflusst: Anstatt in den verschiedenen Bereichen der Stadtwerke Neumünster eingesetzt zu werden, sind meine Mitazubis und ich derzeit vor allem in der Ausbildungswerkstatt tätig. Hier beginnt mein Arbeitstag sehr früh: Bereits um viertel vor Sieben treffen wir uns, um mit unseren Ausbilderinnen und Ausbildern den Tag und die anstehenden Aufgaben zu besprechen. Eine typische Aufgabenstellung ist z. B. der korrekte technische Aufbau einer bestimmten Schaltanlage. Der Tag endet dann, wie er begonnen hat – nämlich mit einer Besprechung der ausgeführten Aufgaben mit den Ausbilderinnen und Ausbildern.

Die Unterstützung, die meine Mitazubis und ich dabei von unseren Ausbilderinnen und Ausbildern erhalten, finde ich ganz besonders toll. Mich fasziniert auch, dass ich die ganzen Matheformeln aus meiner Schulzeit nun endlich in der Praxis anwenden kann. Außerdem finde ich toll, dass ich abends eigentlich immer die Ergebnisse meiner Arbeit sehen kann, z. B. wenn wir einen Hausanschluss fertiggestellt oder eine Netzwerkleitung angeschlossen haben.

In meinem Ausbildungsalltag stelle ich zudem immer wieder fest, dass ich auch als Frau in einem typischen „Männer-Beruf“ sehr gut zurechtkomme und genauso anpacken kann wie meine männlichen Mitazubis. Auch das ist ein gutes Gefühl!

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