Faszination Wassertechnik: als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik im Wasserwerk Grimma

André hat als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik bei Veolia seinen Traumjob gefunden. Sein Arbeitsplatz ist im Wasserwerk Grimma, wo er dafür sorgt, dass Anlagen und Rohrnetze einwandfrei funktionieren.
Andre Scheller bei Lichtlotmessung eines Brunnens.
André Scheller führt eine Lichtlotmessung zur Kontrolle der Brunnenabsenkung (Pegelmessung) durch.

Foto: Veolia/Heiko Rebsch

Mein Name ist André Scheller, ich bin 32 Jahre jung und Fachkraft für Wasserversorgungstechnik bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH in Grimma.

Die Welt der Wassertechnik hat mich schon während meines Schülerpraktikums bei Veolia fasziniert. Deshalb habe ich nach meinem Schulabschluss zwischen 2005 und 2008 bei Veolia meine Berufsausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik absolviert und anschließend meine Kolleginnen und Kollegen im Wasserwerk Grimma unterstützt.

Mein Beruf macht mir bis heute sehr viel Spaß. Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich. Es kann jeden Tag etwas passieren, mit dem man nicht rechnet und was den Tagesablauf komplett durcheinanderwirbelt.

Als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik ist meine Aufgabe, die Anlagen und das entsprechende Rohrnetz instand zu halten, um den Kundinnen und Kunden einwandfreies Trinkwasser in bester Qualität zur Verfügung stellen zu können. Mein Arbeitstag beginnt um sieben Uhr in der Leitwarte des Wasserwerks Grimma. Hier schaue ich zunächst, ob alles in Ordnung und das Wasserwerk über Nacht störungsfrei gelaufen ist. Am Rechner erhalte ich dazu einen guten Überblick – sogar über sämtliche Trinkwasseranlagen im Gebiet des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain, für das wir auch den Anlagenbetrieb sicherstellen, z. B. die Druckerhöhungsstationen.

Andre Scheller nimmt Wasserproben
Regelmäßig nimmt André Wasserproben, um die Trinkwasserqualität zu kontrollieren.
Arbeiten mit Tablet im Wasserwerk
Mittlerweile werden auch im Wasserwerk viele Anlagen digital gesteuert.

Auch im Wasserwerk läuft heute fast alles automatisch und ich steuere viele Anlagen und Prozesse vom Tablet aus.

Heutzutage läuft ein Wasserwerk fast automatisch. Die Digitalisierung macht riesige Fortschritte, das Thema interessiert mich sehr. Wer hätte vor ein paar Jahren schon gedacht, dass man eine Filterrückspülung inzwischen übers Tablet steuern kann und die großen Bedienpulte kaum noch benötigt.

Um die Trinkwasserqualität im Blick zu haben, nehme ich regelmäßig Proben im Wasserwerk. Einige Parameter wie den pH-Wert und die Leitfähigkeit bestimme ich direkt selbst. Um alles andere kümmert sich ein akkreditiertes Labor.

Zu meinen Aufgaben gehört außerdem, die Pegelstände an den Flüssen Mulde und Parthe in Grimma zu überprüfen. Allein an der Mulde gibt es 22 Brunnen auf beiden Seiten des Flusses. Anhand der Pegelstände erhalten wir zuverlässige Daten darüber, wie der Grundwasserleiter beschaffen ist. Und es zeigt sich auch, wie sich klimatische Veränderungen auswirken.

Mein Beruf wird mir nicht langweilig, denn jeden Tag warten im Wasserwerk neue Aufgaben und Herausforderungen auf mich.

Besonders geprägt und beruflich weitergebracht hat mich mein beruflicher Abstecher nach Celle. Die Veolia wurde im Jahr 2018 von den Stadtwerken Celle interimsmäßig für den Betrieb der Anlagen zur Trinkwasserversorgung von rund 108.000 Einwohnern in Celle und Umgebung beauftragt. Die Chance habe ich direkt ergriffen und bin nach Niedersachsen gewechselt.

Neben dem Wasserwerk Garßen, in dem 1.600 m3 Trinkwasser in der Stunde gefördert werden, waren wir auch für vier Druckerhöhungsstationen, das 420 km umfassende Versorgungsnetz, für rund 20.400 Hausanschlüsse und für Betrieb, Wartung, Instandhaltung aller technischen Anlagen und den 24-Stunden-Bereitschaftsdienst zuständig.

In Celle habe ich sehr viel gelernt und konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Nach knapp 1,5 Jahren zog es mich aber wieder in die Heimat zurück. Seit Sommer 2019 ist mein Arbeitsplatz nun wieder im Wasserwerk Grimma, wo pro Tag rund 4.000 m3 Rohwasser zu Trinkwasser aufbereitet werden.

In meinem Beruf werde ich täglich mit neuen Herausforderungen und auch mit neuen Aufgaben konfrontiert, z. B. mit der Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen bei neuen IT-Themen. Das ist zwar mental und körperlich fordernd, macht aber auch eine Menge Freude.