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Netzingenieur - Ausbildung und Beruf

Netzingenieure kennen sich mit Gas-, Wasser- und Strominfrastrukturen gleichermaßen aus. Sie verbinden die oft einzeln betrachteten Bereiche und übernehmen Fach- und Führungsaufgaben in Netzgesellschaften mit Mehrspartenorganisationen. Die Qualifikation zum Netzingenieur kann über ein Studium oder eine Weiterbildung erfolgen.

Das erfährst du hier über den Beruf

Das Wichtigste auf einen Blick

Netzingenieur

Qualifikationswege

Studium oder Weiterbildung

Sparten

Wasser, Gas, Strom, Wärme, Telekommunikation

Zielgruppe

Abiturienten (Studium) bzw. Ingenieure (Weiterbildung)

Ausbildungsdauer

4 bis 8 Semester

Aufgaben: Was macht ein Netzingenieur?

Ob Wasser, Gas, Strom, Wärme oder Telekommunikation – Netzingenieure sind für leitungsgebundene Infrastrukturen verantwortlich. Sie entwickeln Instandhaltungs-Strategien, planen Wartungs- und Instandhaltungs-Maßnahmen und führen Netzberechnungen und Modellierungen durch. Auch die Budgetüberwachung und Steuerung und Koordination von Dienstleistern gehört zu ihren Aufgaben.

Netzingenieure in Führungspositionen übernehmen zentrale Verantwortung für die Netztechnik und das Netzmanagement, die technische Sicherheit, die Aufbau- und Ablauforganisation, den Personaleinsatz und das wirtschaftliche Ergebnis in ihrem jeweiligen Netzbereich. 

Studium oder Weiterbildung: So wird man Netzingenieur

Vollzeitstudium mit Schwerpunkt Netzingenieur an der FH Aachen

Die Fachhochschule Aachen bietet im Studienfach Bauingenieurwesen einen Schwerpunkt Netzingenieur an, der mit dem Bachlor abschließt. Damit ist sie die bislang einzige Hochschule in Deutschland, die den Netzingenieur im Rahmen eines Bachelor-Studiengangs anbietet.

Der Studiengang wird als Vollzeit- oder duales Studium angeboten.

Master-Studium Technisches Management an der FH Münster

Die Fachhochschule Münster bietet den Masterstudiengang Technisches Management mit der Vertiefungsrichtung Netzingenieur in der Energie- und Wasserversorgung an. Ingenieure können Rahmen des Studiengangs ihre Kenntnisse in bisher nicht abgedeckten Netzbereichen vertiefen. Alternativ können diese Kenntnisse auch in einer berufsbegleitenden Weiterbildung erworen werden (siehe Abschnitt unten).

Berufsbegleitende Weiterbildung mit Zertifikatsabschluss

Die Qualifikation zum Netzingenieur kann auch über die Weiterbildungsmaßnahme der FH Münster und der Jade Hochschule in Wilhelmshaven erworben werden. Der Zertifikatsklehrgang basiert auf den technischen Regeln von DVGW und VDE und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Gas- und Wärme-Institut in Essen umgesetzt. Folgende Zusatzqualifikationen werden hier angeboten:

  • Netzingenieur Wasserstoff
  • Netzingenieur Gas
  • Netzingenieur Wasser
  • Netzingenieur Strom
Kurz zusammengefasst

Drei Wege, wie man Netzingenieur werden kann

Vollzeit-Studium

berufsbegleitende Weiterbildung

berufsbegleitender Master

Gehalt: Was verdient ein Netzingenieur?

Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Netzingenieurs liegt bei 48.900  Euro brutto. Die Gehaltsspanne reicht dabei von ca. 40.900 Euro bis hin zu 58.300 Euro.

Quelle Gehälter: StepStone, Stand 2022

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Berufsbegleitender Masterstudiengang Netztechnik und Netzbetrieb

Der akkreditierte berufsbegleitende Masterstudiengang „Netztechnik und Netzbetrieb (Netzingenieur:in) M.Eng. Gas-, Wasser- und Stromversorgung“ wird an den Hochschulen Trier, Ostfalia und Stuttgart/Esslingen angeboten.

Der Masterstudiengang wurde von den drei Hochschulen gemeinsam mit den Verbänden DVGW und VDE und namhaften Querverbundunternehmen erarbeitet und setzt einen bundesweiten Standard für die Ausbildung und Qualifikation von Netzingenieuren.

Der berufsbegleitende Masterstudiengang zum Netzingenieur baut auf bereits abgeschlossenen Ingenieurstudiengängen auf und richtet sich z. B. an Ingenieure aus der Elektrotechnik, Versorgungstechnik oder dem Maschinenbau. Die Studierenden lernen, bisher einzeln betrachtete Sparten wie Strom, Gas und Wasser ganzheitlich zu betrachten und Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen zu entwickeln. Nach erfolgreichem Abschluss können die Netzingenieure Fach- und Führungsaufgaben in Netzgesellschaften mit Mehrspartenorganisationen übernehmen.

Durch den Masterstudiengang erwerben die Netzingenieure spartenübergreifende Handlungskompetenzen in den Netzbereichen Strom, Gas und Wasser. Damit erfüllen sie nach Ablauf der in den Regelwerken geforderten dreijährigen Berufserfahrung in verantwortlicher Position grundsätzlich die Voraussetzungen, als technische Führungskräfte nach den DVGW-Arbeitsblättern G 1000 und W 1000 oder der VDE-Anwendungsregel AR N 4001 benannt zu werden.

Der Masterstudiengang richtet sich an im Beruf stehende Ingenieurinnen und Ingenieure. Voraussetzung für die Zulassung ist ein erfolgreicher Abschluss eines technisch-wissenschaftlichen Studiums (Dipl.-Ing., Bachelor oder Master) und eine mindestens einjährige Berufserfahrung im Netzbereich.

Die Zulassung zum Studium und die Anerkennung von Vorleistungen regelt eine von der Hochschule erlassene Zulassungsordnung.

Der erfolgreiche Abschluss von einzelnen Modulen Gas, Wasser oder Strom aus dem früheren Fortbildungsstudiengang „Netzingenieur*in für die Gas-, Wasser- oder Stromversorgung“ kann auf das 1. und 2. Semester des Masterstudiengangs angerechnet werden. Dies Teilnehmer*innen können bei Vorliegen aller Voraussetzungen unmittelbar in das 3. Semester des Masterstudiengangs einsteigen. 

Der berufsbegleitende Masterstudiengang hat eine Dauer von zwei Studienjahren mit einem Umfang von 90 Leistungspunkten (Credits). Die vier Semester des Studiums entsprechen hierbei drei Semestern Vollzeitstudium.

Das erste Studienjahr umfasst sieben  Module in der Netztechnik der Gas- und Wasserversorgung und parallel dazu sechs Module Elektrotechnik in der Stromversorgung. Der Leistungsumfang des ersten Studienjahrs entspricht hierbei 40 Credits.

Das zweite Studienjahr beinhaltet das Vertiefungswissen für Führungskräfte in der Netztechnik und dem Netzbetrieb und hat zusammen mit der ingenieurpraktischen Berufstätigkeit und der Masterarbeit einen Leistungsumfang von 50 Credits.

Die Vorlesungen finden in einzelnen Wochenblöcken über die Studienjahre verteilt statt. Die ingenieurpraktische Berufserfahrung in den neuen Sparten sollte im Unternehmen des Studierenden während der Arbeit an aktuellen Projekten der Strom-, Gas- oder Wasserversorgung erworben bzw. vertieft werden können. 

Hier kann man Netzingenieur werden

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