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Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik - Ausbildung und Beruf

Metall und Kunststoff verarbeiten, Rohre zusammenbauen oder technische Anlagen warten: Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik haben einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Hier erfährst du alles über die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik und worauf es bei diesem Beruf ankommt. 

Das erfährst du hier über den Beruf

Das Wichtigste auf einen Blick

Anlagenmechaniker:in für Rohrsystemtechnik

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

empfohlener Schulabschluss

mindestens Hauptschulabschluss

wichtige Schulfächer

Mathe, Physik, Informatik

Ø Ausbildungsgehalt

1.081 Euro

Was ist ein Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik?

Der Anlagenmechaniker ist ein anerkannter, 3,5 Jahre dauernder Ausbildungsberuf aus der Gruppe der Metallberufe. Der Anlagenmechaniker kennt sich mit Metall-Werkstoffen und Metalltechniken wie Feilen, Sägen, Schweißen und Brennschneiden aus. Mit diesen Qualifikationen kommt der Anlagenmechaniker in unterschiedlichsten Industriebetrieben zum Einsatz.

Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker kann in verschiedenen Fachrichtungen vertieft werden. In der Energie- und Wasserwirtschaft ist die Fachrichtung Rohrsystemtechnik am häufigsten gefragt.

Übrigens: Um Sanitär- und Heizungsanlagen kümmert sich der Anlagenmechaniker SHK, das ist ein eigenständiger Beruf.

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Die Informationen über die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik gebündelt zum downloaden.

Welche Aufgaben hat ein Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik?

Anlagenmechaniker bauen, warten und reparieren wichtige Geräte und Rohrsysteme.
Sie sorgen dafür, dass Gas- und Wassernetze technisch einwandfrei funktionieren und
leisten so einen wichtigen Beitrag für unsere Versorgung mit Energie und Trinkwasser.

Anlagenteile bauen und montieren

Anlagenmechaniker fertigen Bauteile aus Metall und Kunststoff und montieren sie zu Baugruppen, Rohrleitungssystemen, Anlagen und Apparaten. Sie können diese auch instandhalten, erweitern oder umbauen.

Rohre verlegen und Geräte installieren

Anlagenmechaniker arbeiten auch auf Baustellen, wo neue Rohre verlegt werden. Zu ihren Aufgaben gehört zudem die Installation von Hausanschlüssen für Gas und Wasser in Gebäuden.

Anlagen und Apparate warten und reparieren

Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik kümmern sich darum, dass Anlagen, Apparate und Rohrsysteme für unsere Versorgung mit Trinkwasser, Erdgas oder Fernwärme einwandfrei funktionieren. Bestehende Versorgungsanlagen müssen außerdem regelmäßig überprüft und gewartet werden: Dazu gehören Hydranten ebenso wie Filteranlagen in Trinkwasserbehältern, Turbinen und Maschinen in großen Gaskraftwerken oder Geräte in kleinen Gasstationen. Hier tauschen Anlagenmechaniker z. B. Armaturen aus und überprüfen Dichtungen auf Lecks und Risse. Dabei ist große Sorgfalt gefragt, denn unser Lebensmittel Nr. 1 – das Trinkwasser – darf nicht verunreinigt werden und aus Gasleitungen darf kein Gas entweichen.

In der Ausbildung zum Anlagenmechaniker lernst du auch die Arbeit mit technischen Zeichnungen.
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Störungs- und Bereitschaftsdienst

Da Anlagenmechaniker für wichtige Versorgungsanlagen der Bevölkerung verantwortlich sind, müssen sie im Notfall schnell erreichbar und einsatzbereit sein. Zu den kritischen Störfällen gehört z. B. ein Wasserrohrbruch in einer großen Hauptwasserleitung, bei dem große Mengen Trinkwasser ausfließen. Wenn ganze Stadtteile oder Ortschaften von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sind, sind Anlagenmechaniker gefragt, die nicht nur einen kühlen Kopf bewahren, sondern auch zeitnah und schnell handeln.

Die Energie- und Wasserwirtschaft ist ohne Anlagenmechaniker nicht denkbar, weshalb dieser Beruf definitiv zu den Berufen mit Zukunft gehört!

Kurz für dich zusammengefasst

Deine Aufgaben als Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik im Überblick

Planung  & Herstellung

Wartung & Instandhaltung

Störungs- & Bereitschaftsdienst

Bereitschaftsdienst bedeutet, dass du 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche erreichbar und einsatzbereit bist. Aber keine Angst: Du hast natürlich nicht immer Bereitschaftsdienst, sondern nur in bestimmten Zeiträumen und im Wechsel mit Kollegen!

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik

Wichtige Voraussetzung für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker ist, dass du gerne handwerklich und mit den Händen arbeitest, aber auch Spaß an Maschinen und Elektronik hast.

Der Beruf passt außerdem zu dir, wenn du präzise und zuverlässig arbeitest, denn viele Aufgaben sind mit großer Verantwortung verbunden.

Fehlerhafte Schweißnähte dürfen z. B. nicht passieren, um Verunreinigungen des Trinkwassers oder ein Entweichen von Gas zu vermeiden. Und damit die von dir gefertigten Bauteile ganz genau zusammenpassen, müssen sie absolut akkurat und passgenau hergestellt werden.

Als Anlagenmechaniker arbeitest du viel draußen an der frischen Luft, und das bei Wind und Wetter.

Auch körperliche Anstrengung, Schmutz und die Arbeit in engen Rohrgräben sollten dich nicht abschrecken.

Kurz für dich zusammengefasst

Der Beruf passt zu dir, wenn du:

Gehalt: Was verdient ein Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik?

Nach der Ausbildung kannst du häufig mit einer Vergütung nach Tarifvertrag rechnen. Ein fertig ausgebildeter Anlagenmechaniker verdient im Durchschnitt zwischen 2.460 Euro und 3.690 Euro Brutto pro Monat. Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt bei 36.000 Euro.

Quelle Gehälter: StepStone, Stand 2022

Im Überblick

Gehalt und Verdienst in der Ausbildung und danach (brutto/Monat)

1. Ausbildungsjahr: 936 € – 1.068 €

2. Ausbildungsjahr: 1.005 € – 1.118 €

3. Ausbildungsjahr: 1.077 € – 1.164 €

4. Ausbildungsjahr: 1.146 € – 1.227 €

Einstiegsgehalt: 1.800 € – 2.400 €

mit Berufserfahrung: 2.460 € – 3.690 €

Gehalt in der Ausbildung

Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker gehört zu den am besten bezahlten technischen Ausbildungsberufen in Deutschland. Viele Unternehmen bezahlen nach einem Tarifvertrag. Dann hängt es davon ab, welcher Tarifvertrag gilt. Unterschiede in der Höhe des Gehalts gibt es außerdem je nach Bundesland und auch zwischen Handwerk und Industrie. In den Top 6 der gut bezahlten Berufe mit Hauptschulabschluss belegt der Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik gemeinsam mit dem Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik den stolzen 2. Platz!

Ausbildungsvergütung im Überblick:

Westdeutschland

1. Lehrjahr: 994 Euro
2. Lehrjahr: 1.080 Euro
3. Lehrjahr: 1.163 Euro
4. Lehrjahr: 1.255 Euro

Ostdeutschland

1. Lehrjahr: 964 Euro
2. Lehrjahr: 1.040 Euro
3. Lehrjahr: 1.111 Euro
4. Lehrjahr: 1.169 Euro

*Quelle: BIBB, Stand 2021

TVöD** in der Energie- und Wasserwirtschaft

1. Lehrjahr: 1.068,26 Euro
2. Lehrjahr: 1.118,20 Euro
3. Lehrjahr: 1.164,02 Euro
4. Lehrjahr: 1.227,59 Euro

**Stand 2022

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik?

Das lernst du in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik

Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr werden Kernkompetenzen der Metallberufe vermittelt. Ab dem 3. Ausbildungsjahr beginnt dann die Spezialisierung, z. B. zum Anlagenmechaniker Rohrsystemtechnik. Der theoretische Unterricht in der Berufsschule ist eng verzahnt mit praktischer Arbeit in den Fachabteilungen der Betriebe.

In der Ausbildung lernst du alle Verfahren und Handgriffe, damit du die Aufgaben des Anlagenmechanikers später sicher ausüben kannst.

Im Rahmen der Spezialisierung besuchst du ergänzende Kurse, um Zusatzqualifikationen zu erlangen. Das können z. B. spezielle Schweißtechniken, wie das Kunststoffschweißen, oder eine Fortbildung als Servicetechniker im Gasbereich sein.

Weitere Aufgaben, die du während deiner Ausbildung lernst, sind z. B.:

    • Werkstücke bearbeiten und anfertigen durch sägen, bohren, feilen,
    • Rohre kalt und warm biegen,
    • Grundlagen im Schweißen, Hartlöten und Brennschneiden,
    • Kenntnisse über unterschiedliche Materialien,
    • Umgang mit verschiedenen Maschinen zur Metallbearbeitung,
    • Erstellen von technischen Dokumentationen,
    • Metallverarbeitung anhand von Konstruktionsplänen,
    • Rohrsysteme warten und reparieren,
    • Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik einbauen,
    • Anwendung technischer Regelwerke,
    • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
    • selbständige Planung, Organisation und Durchführung von Projekten,
    • Umweltschutz und verantwortlicher Umgang mit Erdgas und Trinkwasser.

Dauer und Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Wenn du dabei sehr gute Leistungen zeigst, kann die Ausbildung auf drei Jahre verkürzt werden.

Die Abschlussprüfung wird bei dieser Ausbildung in zwei Teile gegliedert und über die gesamte Ausbildung gestreckt. Anstelle einer Zwischenprüfung machst du nach dem zweiten Ausbildungsjahr den ersten Teil der Abschlussprüfung. Der zweite Teil folgt am Ende der Ausbildung.

Kurz für dich zusammengefasst

So ist die Ausbildung aufgebaut

duale Ausbildung

Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Abschlussprüfung

Zweiteilige Abschlussprüfung: Teil 1 nach dem 2. Lehrjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Berufsbegleitende Ausbildung zum Anlagenmechaniker nach BBiG § 43 (2)​

Der Beruf des Anlagenmechanikers kann nicht nur im Rahmen der klassischen dualen Berufsausbildung erlernt werden, sondern auch durch eine berufsbegleitende Weiterbildung. Möglich ist dies für Mitarbeiter:innen von Netzbetreibern, Netzserviceunternehmen, Rohrleitungsbauunternehmen oder Wasserversorgern ohne Berufsabschluss und mit mindestens sieben Jahren Berufserfahrung. Auch andere Facharbeiter aus der Energie- und Wasserversorgung mit einschlägiger Berufserfahrung haben die Möglichkeit, sich zum Anlagenmechaniker weiter zu qualifizieren. Entsprechende Lehrgänge werden durch die Berufliche Bildung im DVGW angeboten.

Wo kann ich die Ausbildung zum Anlagenmechaniker machen?

Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker kannst du in öffentlichen oder privaten Gas- und Wasserversorgungsunternehmen ebenso machen wie bei Abwasserentsorgern oder im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Unternehmensgrößen und -arten variieren stark, angefangen beim kleinen Gemeindewerk, über Stadtwerke und Zweckverbände der Wasserversorgung bis hin zur großen Aktiengesellschaft.

Diese Unternehmen bilden Anlagenmechaniker aus

Weiterbildung und Aufstieg nach der Ausbildung

Wenn du die Ausbildung abgeschlossen hast, kannst du weiter Karriere machen! Als Anlagenmechaniker:in für Rohrsystemtechnik bieten sich dir verschiedene Möglichkeiten, dich weiter zu qualifizieren und damit höhere Gehaltsstufen zu erreichen.

Kurz für dich zusammengefasst

Möglichkeiten für Aufstieg und Spezialisierung

Geprüfter Netzmeister

Mit einer Meister-Ausbildung z. B. zum Netzmeister kannst du in leitenden Positionen wichtige Fach- und Führungsaufgaben übernehmen. Außerdem berechtigt dich der Meisterbrief zu einem Hochschulstudium.

Ausbilder erklärt Azubi einen Vorgang
Lies hier die Geschichte von Marten, der nach dem Meisterstudium selbst zum Ausbilder für Anlagenmechaniker wurde.

Weiterbildung zum Techniker

Als staatlich geprüfter Techniker, z. B. in der Fachrichtung Maschinenbau oder Elektrotechnik kannst du ebenfalls Führungspositionen, beispielsweise im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung oder von Energieversorgungsanlagen bei Stadtwerken übernehmen.

Qualifizierung zum Netzmonteur

Als Netzmonteur im Bereich Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme führst du z. B. Montage-, Instandhaltungs- und Entstörungsaufgaben als Versorgungsnetzen und technischen Anlagen durch.