Industriemechaniker

Als Industriemechaniker:in stellst Du Bauteile und Baugruppen für Maschinen und Produktionsanlagen her, richtest diese ein oder baust sie um. Du überwachst und optimierst Fertigungsprozesse und übernehmen Reparatur- und Wartungsaufgaben.

Junger Mann mit Schtzbrille und kariertem Hemd an Fertigungsanlage

Foto: istockphoto.com/serts

Was macht ein Industriemechaniker?

Als Industriemechaniker:in erstellst, reparierst und wartest die Maschinen- und Produktionsanlagen, Industrieroboter und Fertigungsstraßen von Industriebetrieben.

Du programmierst die computergesteuerten Maschinen oder wechselst Teile wie Achsen, Wellen, Zahnräder, Schrauben, Muttern oder Bolzen. Du wertest technische Unterlagen aus und erstellst Projektberichte.

Die Ausbildung wird, je nach Ausbildungsbetrieb, in einem der folgenden Einsatzgebiete vertieft:

  • Feingerätebau
  • Instandhaltung
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Produktionstechnik

Voraussetzung für die 3 ½-jährige Ausbildung ist der mittlere Schulabschluss (Realschulabschluss, mittlere Reife).

Welche Voraussetzungen braucht man, um Industriemechaniker zu werden?

Anforderungen

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z. B. beim Montieren von Baugruppen zu Maschinen)
  • Sorgfalt (z. B. beim Erstellen auftragsbezogener und technischer Unterlagen mit Standardsoftware, beim Ausrichten und Spannen von Werkstücken)
  • Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick (z. B. beim Warten der Maschinen)
  • Verantwortungsbewusstsein (z. B. Einhalten der Datenschutzvorschriften bei der Arbeit mit informationstechnischen Systemen)
  • Gute körperliche Konstitution (z. B. Heben schwerer Bauteile)

Schulfächer:

  • Physik (z. B. zum Verstehen der Grundlagen der Elektro- und Steuerungstechnik)
  • Mathematik (z. B. zur Berechnung der Maße, Volumina und Winkel für die Herstellung von Ersatzteilen)
    Informatik (z. B. für die Arbeit mit CNC-Maschinen)

Justin (17) ist Auszubildender zum Industriemechaniker bei Emschergenossenschaft – Lippeverband

Der Ausbilder und einige Azubis haben uns in der Schule besucht.

Arbeiten am Metall und der Instandhaltung

3 ½ Jahre dauert die Ausbildung und die Sachen, die man in der Schule lernt, kann ich im Betrieb gut anwenden.

Entweder wir sind in der Ausbildungswerkstatt oder hier vor Ort in der Werkstatt der Instandhaltung. Dann reparieren wir z. B. Pumpen oder wir sind auf Außenbaustellen und bauen z. B. Pumpen ein oder aus.

Schraubenschlüssel

die abwechslungsreichen Aufgaben

 Die Arbeit an einer 4 Tonnen schweren Hochwassermaschine

Weil die Ausbildung mega Spaß macht und sehr abwechslungsreich ist.

Auf dem Foto wird gerade ein Modell-LKW in der Ausbildungswerkstatt gebaut und der muss auf Maß gefeilt werden. Die Maße werden gerade kontrolliert, damit alle Teile beim Zusammenbauen genau passen.

Was verdient ein Industriemechaniker?

Während der Ausbildung verdienst Du im Durchschnitt:

Beispiel Metallhandwerk (monatlich brutto – je nach Bundesland):

1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 952
2. Ausbildungsjahr: € 565 bis € 995
3. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 1.067
4. Ausbildungsjahr: € 635 bis € 1.122

Beispiel Metall- und Elektroindustrie (monatlich brutto – je nach Bundesland):

1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.047
2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102
3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199
4. Ausbildungsjahr: € 1.141 bis € 1.264

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Quelle: BERUFENET (http://arbeitsagentur.de) — Stand: 02.01.2020

Laut Gehaltsvergleich.com verdient ein*e Industriemechaniker*in im Durchschnitt zwischen 2.546 € und 3.650 € pro Monat.