Du suchst einen gut bezahlten Beruf mit Zukunft und Verantwortung? Dann haben wir hier einen Job für dich, der dir bisher vielleicht entgangen ist – denn er findet zu einem großen Teil unter der Erde statt. Mit einer Ausbildung zum Kanalbauer für Infrastrukturtechnik kannst du lernen, wie unser unterirdisches Abwassersystem funktioniert und wirst darüber hinaus zum Experten für die komplette unterirdische Infrastruktur.
Das Wichtigste auf einen Blick
Als Kanalbauer für Infrastrukturtechnik sorgst du dafür, dass alles fließt und zwar digital und nachhaltig. Du verlegst nicht nur Kanäle, sondern auch moderne Kabel- und Energieleitungen, die unsere Welt unterirdisch vernetzen. Dabei arbeitest du mit High-Tech-Equipment wie GPS-gesteuerter Messtechnik und setzt auf grabenlose Verfahren, um die Umwelt zu schonen.
3 Jahre
Präzision und handwerkliches Geschick
1.316 Euro
Hauptschulabschluss
Was wären unsere Städte ohne eine funktionsfähige Kanalisation? Kanalbauer*innen für Infrastrukturtechnik sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Untergrund, also dafür, dass die großen Mengen an täglich verbrauchtem Wasser fachgerecht abgeleitet werden können. Als Rückgrat unserer Infrastruktur bauen und sanieren sie das Abwassersystem, welches sich unter unseren Füßen befindet.
Von großen Baumaschinen über präzise Vermessungsgeräte bis hin zu Kanalrobotern. Als Experte des Kanalbaus verbindest du in diesem Job hochmoderne Technik mit körperlicher Arbeit. Egal ob meterstarker Beton oder leichter Kunststoff – als ausgebildete Fachkraft kannst du mit jedem Material umgehen. Kanalbauer*innen für Infrastrukturtechnik heben Schächte aus, verlegen Rohre und installieren Leitungen vom kleinen Hausanschluss bis hin zu großen Abwassersammlern.
Moment mal! War die Ausbildungsbezeichnung nicht mal kürzer? Das stimmt. Im Zuge der Neuordnung der Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft hat die bisherige Berufsbezeichnung „Kanalbauer“ eine Ergänzung bekommen und lautet nun „Kanalbauer für Infrastrukturtechnik“. Durch die Neuordnung der Bauberufe hat sich der Fokus etwas erweitert: Umwelt- und Klimaschutz stehen jetzt ebenso auf dem Lehrplan wie das Thema Digitalisierung in der Bauwirtschaft.
Als neue Standards werden die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit integrativ über die gesamte Ausbildungsdauer vermittelt.
Wer einen zukunftssicheren Beruf sucht, etwas bewegen oder verändern möchte, der oder die ist in der Baubranche richtig. Auch wenn sie vielleicht eingefahren wirkt, ist sie meiner Meinung nach mit der beste Ort, an dem man etwas bewirken kann.
Max Aeils
Kanalbauer & Bauingenieurwesen-Student
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Kanalbauer*innen für Infrastrukturtechnik kümmern sich darum, dass Wasser und Abwasser unter unseren Füßen von A nach B kommen. Sie graben sich unter die Erde, um Kanalschächte auszubauen und verlegen die Rohre.
Bevor das eigentliche Kanalsystem installiert werden kann, muss die zugehörige Baustelle geplant, gesichert und vorbereitet werden. Das Ausmessen der entsprechenden Strecken erfordert höchste Genauigkeit. Dazu nutzen Kanalbauer*innen für Infrastrukturtechnik digitale Endgeräte und Software, um Baustellen zu planen und Messungen punktgenau durchzuführen.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem eigentlichen Kanalbau. Um die Umwelt zu schonen werden spezialisierte Bohrverfahren genutzt, um Leitungen ohne große Gräben zu verlegen. Anschließend können die großen (oder kleinen) Rohre an das bestehende Kanalsystem montiert werden. Ein Kanalbauer für Infrastrukturtechnik verbindet hier schweres Gerät mit höchster Präzision.
Die Energie- und Wasserwirtschaft ist ohne Kanalbauer*innen für Infrastrukturtechnik nicht denkbar, weshalb dieser Beruf definitiv zu den Berufen mit Zukunft gehört!
Kurz zusammengefasst
Als Kanalbauer*in für Infrastrukturtechnik sind handwerkliches Geschick und ein sicherer Umgang mit Maschinen, Werkstoffen und Baumaterialien essenziell. Fitness und Belastbarkeit sind ebenfalls sehr wichtig, da du den ganzen Tag körperliche Arbeit verrichtest. Das Gleiche gilt für Sorgfalt und Präzision – beim Abdichten von Wasserleitungen dürfen schließlich keine Fehler passieren.
Ebenso wichtig ist es, sich mit digitalen Tools auszukennen bzw. keine Scheu davor zuhaben, diese zu nutzen.
Der Beruf bringt es mit sich, viel Zeit unterirdisch und teilweise auch in beengten Verhältnissen zu verbringen – das darf für dich kein Problem darstellen. Außerdem solltest du dich für Technik interessieren und sowohl allein als auch im Team mit anderen Fachkräften arbeiten können. Eine strukturierte Arbeitsweise und das Halten an eine festgelegte Organisation sind ebenfalls wichtig, damit die Bauvorhaben zeitlich sauber ablaufen können.
Wer sich für die Ausbildung interessiert, darf kein Problem damit haben, dreckig zu werden. Auch sollte man keine Höhen- oder Platzangst haben und Wind und Wetter dürfen einem nichts ausmachen.
Max Aeils
Kanalbauer & Bauingenieurwesen-Student
Für die Ausbildung zum Kanalbauer für Infrastrukturtechnik solltest du mindestens einen Hauptschulabschluss haben.
Hier findest du weitere Berufe mit Hauptschulabschluss und Ausbildungen mit Realschulabschluss.
Kurz zusammengefasst
Während der Ausbildung liegt das durchschnittliche Gehalt über alle Ausbildungsjahre hinweg bei rund 1.316 Euro brutto im Monat. Die Ausbildungsvergütung steigt mit deinen Fähigkeiten von Jahr zu Jahr.
Damit gehört der Beruf zu den Top 6 der gut bezahlten Ausbildungsberufe mit Hauptschulabschluss.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, TVAöD, Stand 2026. Angegeben ist immer das Bruttogehalt. Aus den Angaben lässt sich kein Rechtsanspruch ableiten.
durchschnittliche Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 1.122 Euro
2. Lehrjahr: 1.351 Euro
3. Lehrjahr: 1.610 Euro
TVAöD in der Energie- und Wasserwirtschaft
1. Lehrjahr: 1.368,26 Euro
2. Lehrjahr: 1.418,20 Euro
3. Lehrjahr: 1.464,02 Euro
Gehalt auf einen Blick
Quellen: TVAöD, TV-V, destatis.de, kommunalforum.de – Stand 2026. Durchschnittswerte.
Aus den Angaben lässt sich kein Rechtsanspruch ableiten.
Die Ausbildung zum Kanalbauer für Infrastrukturtechnik dauert 3 Jahre. Die Ausbildung ist dual aufgebaut, sodass ein Teil der Ausbildung in der Berufsschule stattfindet und der Praxisteil im Wesentlichen im Ausbildungsbetrieb gelehrt wird. Nach dem ersten Ausbildungsjahr absolvierst du den ersten Teil der gestreckten Abschlussprüfung. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres folgt die Abschlussprüfung.
Rückfalloption: Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du trotzdem den Abschluss als Tiefbaufacharbeiter*in in der Tasche haben. Das kannst du in diesem Fall mit deinem Ausbildungsbetrieb besprechen.
Während der Ausbildung lernst du, wie du Baugeräte und -maschinen bedienst, um Baugruben auszuheben und auszubauen. Außerdem lernst du Baustellen abzusichern, wie du Einstiegsschächte installierst und Vorkehrungen zur Sicherung der Baugrube triffst.
Ein wichtiger Bestandteil sind außerdem die Grundlagen des Umweltschutzes, die in dem Beruf eine wichtige Rolle spielen.
duale Ausbildung
Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
Theorie und Praxis eng verzahnt
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Abschlussprüfung
gestreckte Abschlussprüfung:
Teil 1 nach dem ersten Ausbildungsjahr
Teil 2 nach dem dritten Ausbildungsjahr
Max hat sich nach seiner Ausbildung zum Kanalbauer für ein Bauingenieurwesen-Studium entschieden. Wie ihm das geholfen hat, erzählt er ins seinem Erfahrungsbericht.
Kurz zusammengefasst
Wenn du selbst als Ausbilder*in tätig sein möchtest, ist die Weiterbildung zum Meister der erste Schritt. Du übernimmst Führungs- und Personalverantwortung und bist Ansprechpartner*in für Fachaufgaben.
Wenn dich mehr die technische Seite deines Berufes interessiert und du dein Wissen vertiefen möchtest, ist die Qualifizierung zum Techniker der Fachrichtung Bautechnik die richtige Wahl.
Wenn du die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium erfüllst, bietet sich auch ein (Fach-)Studium an einer (Fach-)Hochschule oder Universität an. Mögliche Studiengänge sind:
Die Ausbildung hat mir im Studium sehr geholfen. Insgesamt sind die Kommiliton*innen, die vorher eine Ausbildung gemacht haben, deutlich besser durch das Studium gekommen, weil sie den direkten Bezug zur Praxis haben.
Max Aeils
Kanalbauer & Bauingenieurwesen-Student