Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration

Unter Freunden und Verwandten giltst du als Geheimtipp beim Einrichten von PCs und Co? Dann starte deine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration.

Du bist die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik. Als IT-Experte ist es deine Aufgabe Netzwerke einzurichten und Verknüpfungen zu PC, Telefon und Drucker herzustellen.

Auf dieser Seite erfährst du, wie der Arbeitsalltag des Fachinformatikers für Systemintegration aussieht, welche Voraussetzungen du erfüllen solltest und welche Zukunftsaussichten du in diesem Beruf hast.

Junger Mann mit Labtop vor IT-Anlage

Foto: istockphoto.com/shironosov 

Was ist ein Fachinformatiker für Systemintegration?

Der Fachinformatiker für Systemintegration ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im IT-Bereich. Sie sind als externe Dienstleister oder interne Fachkräfte für den technischen Support zuständig.

Der Job gehört zu den Berufen mit Zukunft, da Fachinformatiker für Systemintegration in jedem Unternehmen gebraucht werden. Sie sorgen für praktische Lösungen im IT-Bereich und treiben die Digitalisierung voran. Gerade da viele deiner zukünftigen Kollegen nicht so technikaffin sind, sind sie auf deine Unterstützung angewiesen. Du hilfst ihnen durch den Technik-Dschungel.

Das erfährst du auf dieser Seite

Was macht ein Fachinformatiker für Systemintegration?

Der Fachinformatiker für Systemintegration übernimmt verschiedene Aufgaben von der Kundenberatung über die Einrichtung von Netzwerken bis hin zur Schulung der Anwender der technischen Geräte. Der Auftraggeber kann entweder ein Kunde sein, die auf die Hilfe eines Dienstleisters angewiesen sind oder der eigene Chef, wenn der Fachinformatiker für Systemintegration in einem größeren Unternehmen mit eigener IT-Abteilung arbeitet. Das Tätigkeitsfeld lässt sich in 5 Bereiche unterteilen:

Kundenberatung

Fachinformatiker:innen für Systemintegration beraten zunächst Kunden für die richtigen Hard- und Softwarelösungen. Dazu analysieren sie, welche Geräte, Programme und Lizenzen benötigt werden. Außerdem überprüfen sie, ob die Server genutzt werden können und das bestehende Netzwerk ausreicht.

Begutachtung der Arbeitsräume

Um den Überblick über die Finanzen zu behalten und einen Kostenvoranschlag zu machen, erstellen sie einen Bedarfsplan. Dazu begutachten die Fachinformatiker für Systemintegration die Arbeits- oder Büroräume. Sie prüfen, wo die Kabel verlegt sind und neue verlegt werden können. Auch kabellose Netzwerke werden begutachtet. Der letzte Punkt auf der Checkliste sind die Steckdosen bzw. Installation von Geräten: Sind genügend Steckdosen vorhanden und können die geforderten Geräte installiert werden?

Netzwerke einrichten

Sind alle Fragen und Punkte der Checkliste geklärt, kann der Fachinformatiker für Systemintegration die Hardware aufbauen und schließlich die Software in Form von Programmen und Lizenzen werden auf den PCs, Telefonanlagen oder sonstigen Geräten installiert und bei Bedarf miteinander verknüpft. Für den Fachinformatiker für Systemintegration ist das die Hauptaufgabe. Dazu gehört auch, dass sie Server einrichten und instandhalten.

IT-Support & Wartung

Lässt sich eine Verbindung am PC zu einem anderen Gerät nicht herstellen, das Passwort wurde vergessen oder es muss ein neues Programm installiert werden, reagiert der Fachinformatiker für Systemintegration auf diese Notrufe.

Zum IT-Support gehört auch die regelmäßige Wartung des Netzwerkes und der Geräte. Updates müssen gemacht werden und es muss geprüft werden, ob die Geräte innerhalb des kundenspezifischen Netzwerkes ohne Viren und datensicher sind.

Damit die Benutzer mit der Telefonanlage, dem PC oder neuen PC-Anwendungen umgehen können, ist es die Aufgabe des Fachinformatikers für Systemintegration die Anwender zu schulen und erklären, wie die Hard- und Software funktionieren.

Aufgaben eines Fachinformatiker für Systemintegration auf einen Blick

Analysieren & Beraten

Einrichten & Installieren

IT-Support & Schulen

Als Fachinformatiker für Systemintegration ist es deine Aufgabe für technische Probleme Lösungen zu finden. Egal, ob es ein Problem mit einem Computer, Telefon oder Drucker gibt – du bist zur Stelle und kannst den Fehler beheben. Dabei greifst du auf dein umfassendes Wissen zurück und kannst Netzwerk und Server warten.

Spätestens in der Ausbildung lernst du alles über verschiedene Programmiersprachen und -methoden.

Der Beruf als Fachinformatiker für Systemintegration ist

kundenorientiert

vielseitig

verantwortungsvoll

Welche Voraussetzungen braucht man, um Fachinformatiker für Systemintegration zu werden?

Als Fachinformatiker für Systemintegration ist dein Arbeitsmittel und ständiger Begleiter dein PC. Daher solltest du computerinteressiert sein und Spaß an Technik haben.

Im Umgang mit Kunden kannst du deine Kommunikationsstärke und deine Geduld unter beweis stellen. Denn nicht immer klappt etwas auf Anhieb und du musst vielleicht noch einmal erklären, wie das Telefon oder eine Anwendung auf dem PC funktioniert.

Um für neue Kunden ein passendes Angebot zu erstellen, musst du einerseits den Bedarf an IT-Geräten und Zubehör genau planen, andererseits aber auch nicht das Budget übersteigen. Hier ist deine Organisationsfähigkeit gefragt.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die Ausbildung ist bereits ein gewisses Vorwissen in Informatik und Englisch praktisch. Daher suchen viele Unternehmen Auszubildende mit sehr gutem Realschulabschluss, Fachabi oder Abitur.

Allerdings ist gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Durch ein Praktikum im IT-Bereich kannst du so vielleicht deine Chancen verbessern, um eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration zu beginnen.

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration passt zu dir, wenn du:

Weitere Fachrichtungen

Neben den „klassischen“ Fachrichtungen der Systemintegration und der Anwendungsentwicklung haben sich in den letzten Jahren weitere Fachrichtungen entwickelt, auf die du dich auch spezialisieren könntest:

                  • Daten- und Prozessanalyse
                  • Digitale Vernetzung

Gehalt: Wieviel verdient ein Fachinformatiker für Systemintegration?

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gehört zu den Top 10 der gut bezahlten Berufe mit Realschulabschluss. Du verdienst schon während der Ausbildung in der Regel überdurchschnittlich gut. Wenn du die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du mit einem guten Einstiegsgehalt rechnen.

Gehalt in der Ausbildung

Im Durchschnitt verdienst du als Fachinformatiker:in für Systemintegration über deine gesamte Ausbildung hinweg 1.075 Euro brutto im Monat. Das ist allerdings abhängig davon, ob du tariflich vergütet wirst oder ob dein Ausbildungsbetrieb ein eigenes Ausbildungsgehalt festlegt.

Das verdienst du in der Ausbildung in der Energie- und Wasserwirtschaft

in Westdeutschland

1. Ausbildungsjahr: 970 Euro
2. Ausbildungsjahr: 1.042 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.128 Euro

Quelle: BiBB, Stand 2022

in Ostdeutschland

1. Ausbildungsjahr: 952 Euro
2. Ausbildungsjahr: 1.007 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.107 Euro

Verdienst in der Ausbildung im Überblick

1. Ausbildungsjahr: 952 € – 970 €

2. Ausbildungsjahr: 1.007 € – 1.042 €

3. Ausbildungsjahr: 1.107 € – 1.128 €

Gehalt nach der Ausbildung

Nach deiner Ausbildung kannst du dich über ein gutes Gehalt freuen. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für den Fachinformatiker für Systemintegration liegt zwischen 2.200 und 2.900 Euro brutto im Monat.

Mit steigender Berufserfahrung erhöht sich auch dein Lohn: So kannst du nach einigen Jahren im Beruf mit einem durchschnittlichen Gehalt bis zu 51.000 Euro brutto im Jahr rechnen.

Quelle: Stepstone.de, Stand: 2022

Das lernst du in der Ausbildung

Wenn du es nicht schon vorher konntest, lernst du spätestens in der Ausbildung die Grundlagen zum Programmieren. Du lernst verschiedene Programmiersprachen und -techniken kennen. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf Netzwerktechnik und Netzwerkadministration.

Du wirst umfassend in den theoretischen und praktischen Fähigkeiten geschult, die du als Fachinformatiker in allen Fachrichtungen können musst.

Daneben konzipierst du auch eigene IT-Systeme, planst den Bedarf und installierst aufgabenspezifische Netzwerke. Als Administrator kümmerst du dich dann auch um die Organisation des Netzwerkes und speziellen Konfigurationen.

Zu den weiteren Aufgaben, die du während deiner Ausbildung lernst, gehören:

  • Programmieren
  • Fachenglisch
  • Controlling
  • Rechnungswesen
  • Vernetztes Zusammenarbeiten
  • Nutzung digitaler Medien
  • Fachübergreifende Kenntnisse

Dauer und Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration dauert 3 Jahre. Wenn du dich gut machst und die entsprechenden Noten hast, kannst du deine Ausbildung auf 2,5 Jahre verkürzen.

Die Ausbildung ist dual aufgebaut, sodass du einen Teil der Ausbildung in der Berufsschule bist und den anderen Teil im Ausbildungsbetrieb. Du hast entweder wöchentlich 1-2 Tage Berufsschule oder hast Blockunterricht – das hängt vom Ausbildungsbetrieb und der Region ab.

Nutze deine Ausbildung für einen Auslandsaufenthalt

In einigen Ausbildungsbetrieben hast du die Möglichkeit deine Ausbildung mit einem Auslandsaufenthalt zu verbinden. Das ermöglicht dir noch einmal neue Einblicke in andere Betriebe. Wenn ein englischsprachiges Land zur Auswahl steht, hast du so auch die Chance neben deinem Fachenglisch dein „normales“ Englisch zu verbessern.

Wo kann ich die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration machen?

Du kannst die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration in vielen verschiedenen Branchen machen: entweder du entscheidest dich für ein IT-Unternehmen und bist dann vor allem als Dienstleister für andere Unternehmen tätig oder du beginnst deine Ausbildung in einem Betrieb mit eigener IT-Abteilung.

Ausbildungsplätze für Fachinformatiker für Systemintegration auf einen Blick

Diese Unternehmen bilden Fachinformatiker für Systemintegration aus

Weiterbildung und Aufstiegschancen nach der Ausbildung

Da der Beruf sehr gefragt und auch in der Zukunft wichtig ist, stehen dir als Fachinformatiker für Systemintegration viele Optionen offen. Du kannst dich auf einen Fachbereich spezialisieren, als Techniker weiterbilden, Fach- oder Betriebswirt werden oder ein Studium beginnen.

Spezialisierungen

Wenn du dich auf einen Bereich spezialisieren möchtest bzw. einen neuen Bereich kennenlernen willst, kannst du z.B. Softwareentwickler oder IT-Projektkoordinator werden. Wenn du besonders Freude am Programmieren hast, ist vielleicht der Softwareentwickler das Richtige für dich. Wenn du gerne organisierst und Führungsqualitäten besitzt, solltest du über den Beruf des IT-Projektkoordinators nachdenken.

Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker

Als Techniker übernimmst du eine Führungsposition und kannst du dein Wissen in technischer Informatik und Betriebswirtschaft ausbauen. Die Qualifizierung zum geprüften Techniker kannst du an Fachschulen für Technik machen. Je nach Weiterbildungsmodell dauert die Weiterbildung bis zu 4 Jahren.

Fach- und Betriebswirt

Wenn dich der kaufmännische Bereich deiner Ausbildung besonders interessiert hat und du gut mit Zahlen umgehen kannst, passt die Weiterbildung zum Fachwirt für Computer-Management zu dir.

Als Betriebswirt für Informationsverarbeitung sind die technischen Aspekte weniger ausgeprägt dafür der organisatorische Aspekt umso mehr.

Studium

Wenn du ein (Fach-)Abi vorweisen kannst, hast du gleichzeitig die Hochschulzugangsberechtigung erworben. Du kannst aus verschiedenen Studiengängen wählen. Möglich sind z.B.:

  • Informatik
  • Informationstechnik
  • Wirtschaftsinformatik

Selbstständigkeit

IT-Dienstleister sind überall gefragt. Wenn du nicht in einem festen Unternehmen arbeiten und lieber etwas flexibler sein möchtest, kannst du dich auch als IT-Spezialist selbstständig machen.

Möglichkeiten für Aufstieg und Spezialisierung nach der Ausbildung